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50

Pastor Peter Lauschus

Erinnern sie sich noch an die 50-Pfennig Münze? Keine Angst, ich will den Euro nicht abschaffen! Aber es war eine interessante Münze: Auf der einen Seite der Wert auf der anderen Seite ein Bild: Eine Frau mit einem Kopftuch kniet auf dem Boden und pflanzt einen Eichenschößling. Dieses Bild sollte an die vielen „Trümmerfrauen“ erinnern, die nach der Katastrophe des 2. Weltkrieges aus den Trümmern das Land wieder aufbauten.

In vielen Dokumentationen im Fernsehen kann man dies auch in bewegten und bewegenden Bildern sehen. Und manche von diesen Frauen leben auch noch unter uns. Der Eichenschößling, der auch auf den anderen Pfennig-Münzen zu sehen war, sollte ein Bild für Deutschland sein, das wieder aufgebaut werden musste. Das ist in weiten Teilen gelungen. Wirtschaftlich gesehen geht es uns vergleichsweise gut, aber es ging beim Wiederaufbau ja nicht nur um die Wirtschaft: Die Väter und Mütter des Grundgesetzes wollten dieses im Glauben verankern, um ihm Zukunft und der Gesellschaft ein Ziel zu geben. Dieses Ziel könnte man als „Gerechtigkeit“ oder „soziale Marktwirtschaft“ oder „Chancengleichheit“ bezeichnen. Ökologische Gedanken und vieles mehr sind noch dazu gekommen. Vieles davon auch aus der katholischen Soziallehre, die Leo XIII. begonnen hat und die die Päpste bis Benedikt XVI. fortgeführt haben.

An Pfingsten, dem fünfzigsten Tag nach Ostern, feiern wir die Herabkunft des Heiligen Geistes. In der Taufe wird er uns gegeben, um uns zu heiligen. In der Firmung wird er uns zugesagt, um die Welt zu heiligen, um uns zu bestärken das Antlitz dieser Welt im Sinne Gottes zu formen. Christentum ist nicht nur etwas für den privaten Bereich, sondern unser Glaube fordert uns auch zum Wirken in die Gesellschaft hinein.

Lassen wir uns durch Gottes Wort und die Feier des Pfingstfestes inspirieren diesen Auftrag wahrzunehmen.


Mit freundlichen Grüßen Peter Lauschus, Vikar

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