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„Ach, Sie schon wieder!“

Diakon Gottfried Rempe

Vom 17. Mai bis Mitte Juni werden Mitglieder der Caritaskonferenzen wieder an den Haustüren klingeln und um eine Spende bitten. Dabei machen sie vielfache Erfahrungen. In den meisten Fällen sind die Frauen und Männer, die sich in den Dienst der Caritas gestellt haben, herzlich willkommen. Viele erinnern sich aber auch und meinen: “Müssen Sie schon wieder los? Sie waren doch erst da.“ Ja, im Dezember vergangenen Jahres wurde auch um eine Spende gebeten.

Es fällt nicht immer leicht, von Haus zu Haus zu gehen, denn nicht immer stößt das Anliegen auf Verständnis und Wohlwollen. Gerade in Zeiten, wo manche kirchliche Bauvorhaben für Schlagzeilen sorgen und die Kirchensteuern reichlich sprudeln, kommt Skepsis auf, ob das gesammelte Geld denn auch „richtig ankommt“. Es wird oft vergessen, dass auch in unserer Zeit immer mehr Menschen auf finanzielle Hilfe angewiesen sind, weil sie unverschuldet in Not geraten sind und vorübergehend notwendige Auslagen nicht bestreiten können. Die Caritaskonferenzen springen hier nach genauer Prüfung der Sachlage ein und helfen unbürokratisch.

Es ließen sich viele Projekte und Hilfsmaßnahmen aufzählen, die von den örtlichen Caritaskonferenzen personell und finanziell unterstützt werden. Ohne die Frauen und Männer, die sich für notleidende Mitmenschen engagieren und einsetzen, wäre es in unserem Pastoralverbund Bad Driburg „kälter“! Diese Männer und Frauen schauen nicht weg – sie schauen hin, sie reden nicht - sie handeln! In ihrem Blickfeld kommen Menschen vor, die „an den Rändern“ unserer Gesellschaft leben, die benachteiligt sind durch die Familien, in die sie geboren wurden, Menschen, deren Lebensschicksale durch die Umwelt, in denen sie aufgewachsen sind, negativ beeinflusst wurde. Caritas versucht, die Lebensumstände dieser Menschen zu verbessern, sie in die Lage zu versetzen, ihr Leben besser in den Griff zu bekommen.

Die Mitglieder der Caritaskonferenzen engagieren sich nicht aus „Profilierungssucht“, sondern beherzigen die Botschaft dieses Sonntags aus dem Johannesevangelium: „Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“ Papst Franziskus bringt es in seinem Apostolischen Schreiben “EVANGELII GAUDIUM“ auf den Punkt, wenn er schreibt: „Unser Einsatz besteht nicht ausschließlich in Taten oder Förderungs- und Hilfsprogrammen; was der Heilige Geist in Gang setzt, ist nicht übertriebener Aktivismus, sondern vor allem eine aufmerksame Zuwendung zum anderen, indem man ihn als eines Wesens mit sich selbst betrachtet. Diese liebevolle Zuwendung ist der Anfang einer wahren Sorge um seine Person.“

Ich bin froh und dankbar, dass Frauen und Männer in den Caritaskonferenzen sich von diesem Geist leiten lassen. Ihnen gilt unser aller Dank! Öffnen Sie ihnen die Tür, wenn sie bei Ihnen in den nächsten Tagen um eine Spende bitten und lassen Sie die Männer und Frauen Ihr „Ach, Sie schon wieder“ als eine freudige und willkommene Begrüßung erleben.

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen
Ihr Diakon Gottfried Rempe

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