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Adieu - Zbogom

Pater Thomas Bucher

Liebe Schwestern und Brüder in Christus, wie ich in den letzten Pfarrnachrichten schon geschrieben habe, stehen Veränderungen an: P. Daniel Maria Brun wird ab Oktober hier im Pastoralverbund mitarbeiten und ich werde neue Aufgaben übernehmen. Darüber möchte ich heute  etwas mehr schreiben; und ich möchte – da ich mich nicht von allen persönlich verabschieden kann – in diesem Pfarrbrief auch schon mal „Adieu“ – kroatisch „Zbogom“ sagen.
Worin wird nun meine neue Aufgabe bestehen? Da meine Gemeinschaft ein Haus in Medjugorje (Bosnien - Herzogowina) hat, in dem noch kein Priester lebt, hat unsere Generalleitung in Frankreich entschieden mich dorthin auszusenden. Auch wenn es eine Herausforderung ist, sich in einen neuen Sprach- und Kulturkreis zu begeben, so habe ich doch gerne zugesagt. Der Kontakt mit unserem Haus in Bad Driburg wird weiter bestehen bleiben, denn ich gehe erst mal für eine gewisse Zeit dorthin.
„Was gibt es denn in Medjugorje?“ werden sich einige fragen, die noch nie davon gehört haben. Ich möchte es Ihnen kurz erklären: Medjugorje ist ein Ort in Bosnien-Herzogowina, wo seit 1981 angeblich die Mutter Gottes erscheint. Die Erscheinungen sind (noch) nicht kirchlich anerkannt, aber auch nicht abgelehnt. Der Ort wird bereits von 3 Millionen Pilgern jährlich besucht und gehört damit zu den ganz großen  Wallfahrtsorten weltweit. Papst Franziskus hat erst im Mai 2019 offizielle Wallfahrten, das heißt von Diözesen oder Pfarreien organisierte, erlaubt. Bisher waren nur privat organisierte Pilgerfahrten möglich.  Zum Jugendtreffen im August waren dort über 50.000 junge Menschen, über 600 Priester und einige Bischöfe.  
Natürlich gibt es in Medjugorje, wie an anderen Wallfahrtsorten, auch „Geschäftemacher“, die den Gnadenort für´s eigene Geschäft ausnützen. So muß man, wie überall, aufpassen und zwischen Echtem und Unechtem unterscheiden. Man soll sich aber auch nicht abschrecken lassen diesen großen Gnadenort selbst zu entdecken!
In Medjugorje leben schon Schwestern meiner Gemeinschaft, die in der Betreuung der zahlreichen Pilger mithelfen. Ich werde dort als Hausgeistlicher leben und dann ebenfalls in der Betreuung der Pilger mithelfen. Das bedeutet für mich, vor allem für die deutschsprachigen (evtl. auch französischsprachigen) Pilger  als Beichtvater zur Verfügung stehen und Hl. Messen auf deutsch (französisch) zu feiern, wenn gerade keine anderen Priester dafür da sind. Ich empfinde das als eine interessante neue Aufgabe!
Und so möchte ich nun Danke sagen für die Zeit hier! Ich danke allen, die mich, auch mit meinen Schwächen und Fehlern, angenommen oder auch unterstützt haben; für vieles Schöne und für alles, was ich hier von Ihnen empfangen habe! Ganz besonders danke ich Pfr. Rath und dem Pastoralteam für die gute Zusammenarbeit, den Küstern und Organisten, allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, und allen „Dringenbergern“, bei denen ich ja am meisten eingesetzt war und die mit mir quasi durch dick und dünn gegangen sind.
Bis 30. September werde ich meinen Dienst hier in Bad Driburg noch versehen. Von manchen werde ich mich bis dahin noch persönlich verabschieden können. Ab 4. Oktober gilt dann: Im Gebet verbunden. Behüt´ Sie Gott!

Ihr P. Thomas Bucher cb

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