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Adveniat

Pater Norbert Wientzek

Traditionell wird an Weihnachten die Adveniat-Kollekte durchgeführt. „Traditionell“ darf man sagen, weil das schon seit 50 Jahren stattfindet. Das Hilfswerk der deutschen Katholiken für die Kirche in Lateinamerika wurde 1961 auf Anregung des Kölner Generalvikars Joseph Teusch ins Leben gerufen. Der damalige Bischof von Essen und späterere Kardinal Franz Hengsbach wurde mit der Gründung des Hilfswerkes beauftragt, und so befindet sich der Sitz des Hilfswerkes bis heute in Essen. Der Vorsitzenden der Adveniat-Kommision ist der dortige Bischof.

Die Mittel für Adveniat stammen vorwiegend aus der Weihnachtskollekte. Die erste Kollekte im Jahre 1961 betrug 23,4 Millionen DM - wer damals Geld verdiente, weiß, wie viel das wert war. Das höchste Kollektenergebnis in der Geschichte Adveniats betrug 138,4 Mio. DM (umgerechnet 70,8 Mio. Euro) und wurde 1992 erzielt.

Vorrangiges Ziel von Adveniat ist die Unterstützung der Pastoral unter der armen Bevölkerung Latein Amerikas.. Schwerpunkte der Förderung in den über 700 Diözesen sind:

Ausbildung, Pastoralarbeit, soziale Kommunikation, Baumaßnamen, Transport, die überregionale Arbeit der Bischofskonferenzen usw.

Bis 1990 fand die Eröffnung der Adveniatsaktion immer im Bistum Essen statt. Seit der Wiedervereinigung sind die deutschen Bistümer im Wechsel Gastgeber von Adveniat.

In diesem Jahr wurde das Eröffnungsgottesdienst in Sao Paolo in Brasilien und in Deutschland am 11. Dezember in Köln gefeiert.

In einem Aufsatz wurde die Adveniatkollekte folgendermaßen beschrieben:

„Am Weihnachtsfest wird dafür gesammelt, dass Gottes Menschlichkeit erfahrbar wird durch des Menschen Menschlichkeit. Adveniat steht dafür, dass eine Kirche der Menschlichkeit erfahrbar wird durch des Menschen Menschlichkeit… Adveniat steht dafür, dass Heilserfahrung nicht… zum Zelluloid-Streifen und zur Breitband-Illusion der Vergangenheit verkommt, sondern Herz und Hände für Gegenwart und Zukunft bekommt. Adveniat regnum tuum (Dein Reich komme). Glaubwürdig die Hände falten können wir nur dort, wo wir auch tatkräftig die Hände regen.“

Zum Schluss ein Zitat aus dem Schlussdokument der Generalversammlung der Bischöfe von Aparecida aus dem Jahr 2007, das auch für uns Anstoße gibt:

„Die Wirksamkeit des Reiches Gottes erfahren wir dort, wo wir persönlich und in Gemeinschaft die Seligpreisungen erleben, wo die Armen evangelisiert werden und evangelisieren; wo Gottes Wille erkannt wird und geschieht; wo Menschen auf Grund ihres Glaubens zum Martyrium bereit sind; wo alle Menschen an den Gaben der Schöpfung Anteil erhalten; wo die Menschen als Geschwister einander ehrlichen Herzens vergeben; wo die Vielfalt der Menschen als Reichtum verstanden und respektiert wird; wo man sich gegen die Versuchung des Bösen zu Wehr setzt und nicht dessen Sklave sein will“

 

Eine gesegnete letzte Adventswoche wünscht

 

P. Norbert Wientzek svd

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