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„Alle Jahre wieder“

Diakon Gottfried Rempe

„Alle Jahre wieder kommt das Christuskind…“ - so klingt es schon Wochen vor Weihnachten auf den Weihnachtsmärkten und in den Kaufhäusern. Aber etwas anderes können wir „alle Jahre wieder“ erleben. Viele Menschen machen sich auf den Weg zur Christmette. Die Plätze in den Kirchen sind schon lange vor Beginn der Liturgie besetzt. Ist den Besuchern bewusst, dass sie in der Feier einer großen Provokation begegnen? Ein schwaches Kind wird als „Retter“, als „Heiland“ verkündet, in dem die „Gnade Gottes erschienen ist, um uns Menschen zu retten“, wie es im Brief des Apostels Paulus an Titus (2,11) heißt.

Schon die frommen Juden und Griechen hatten vor 2000 Jahren ein Problem mit dieser Aussage des Apostels Paulus. Sie empfanden diese als einen Skandal.

Geht es uns heute nicht ebenso? Unvorstellbar für viele Zeitgenossen ist der Gedanke, dass Gott zu einem bestimmten Zeitpunkt, in einer entlegenen Provinz des römischen Reiches seinen Sohn in diese Welt gesandt und zugelassen hat, dass er elendig am Kreuz gestorben ist, um die Menschen zu erlösen. Damit müssen wir uns zu Weihnachten auch auseinandersetzen - auch wenn solche Gedanken scheinbar nicht zu Weihnachten passen!

Was nach menschlichen Maßstäben als Zumutung erfahren wird, ist für viele dennoch, wie sonst nie im Jahresablauf, ein Anlass, einen Weihnachtsgottesdienst zu besuchen und mitzufeiern.

Was mag die Menschen, die in die Weihnachtsmetten kommen, bewegen? Vielleicht ist es das befreiende Gefühl der Geborgenheit in einer immer bedrohlicher werdenden Welt. Manche meinen, der große Zulauf am Heiligen Abend sei mit der Sehnsucht nach einer feierlichen Stimmung zu erklären. Spricht gegen eine solche Auffassung nicht die Tatsache, dass die Menschen eine „Weihnachtsstimmung“ auch außerhalb der Kirchen erleben? Da treten doch schon Wochen vor Weihnachten die unterschiedlichsten Interessengruppen (Märkte, Geschäfte, Chöre etc.) auf den Plan.

Vielleicht warten aber gerade am Heiligen Abend die Kirchenbesucher auf ein Wort, eine Geste, einen Augenblick, in denen ihnen der wahre Sinn des Weihnachtsfestes eröffnet wird, sie in dem Bewusstsein stärkt, dass in dem Kind in der Krippe  d e r  gekommen ist, der alles „heil“ machen kann, nämlich der „Heiland Jesus Christus“! Nehmen wir ihn bei uns auf und lassen wir sein Heil an uns und in uns wirksam werden, jetzt an Weihnachten.

Verbunden mit einem herzlichen „Danke“ für die in diesem Jahr von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistete Arbeit in den verschiedenen Bereichen unseres Pastoralverbundes wünsche ich, auch im Namen des Pastoralteams, die Gnade und den Frieden des Mensch gewordenen Gottessohnes. Allen: „Gesegnete Weihnacht“!

Ihr
Gottfried Rempe, Diakon

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