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„Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt.“ (Philipper 4,13)

P Elmar Maria Becker

Das ist eine kühne Behauptung! Es sind Worte des Apostel Paulus, der zu diesem Zeitpunkt im Gefängnis sitzt.

Ich denke, als er dies schrieb, wusste er nur zu gut, was er damit meinte, denn er hatte immer wieder erfahren dürfen, dass Gott eine wahre Kraftquelle ist.

Paulus, der oft allein in seinem Missionsdienst war, erlebte immer wieder Freud und Leid, Erfolg und Niederlagen. Er war oft angeschlagen, angefochten, doch bei all den Mühen und Entbehrungen hat er sich nie entmutigen lassen. Er konnte in jeder Situation, in guten Zeiten wie in schweren, durchhalten und weitergehen.

Wie hat Paulus das geschafft? War er eine Art von Supermann? Die Antwort darauf ist nein, er war kein Supermann, aber Paulus  hatte anscheinend eine Quelle, aus der er immer wieder neue Kraft schöpfen konnte.

In seinem Brief an die Gemeinde von Philippi, die ihm eine finanzielle Unterstützung zukommen lies, lüftet er sein Geheimnis. Paulus schreibt: „Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt.“ (Philipper 4,13)

Aber nicht nur Paulus bedurfte einer Kraftquelle, sondern auch wir bedürfen einer Kraftquelle. Im Leben, im Alltag, da gibt es Zeiten, in denen wir uns gut und voller Energie fühlen, aber auch Zeiten in denen wir uns kraftlos fühlen.

Vieles kann uns da die Kraft rauben.

Wir werden von einem Problem überrollt, von einer Krankheit getroffen, geraten in finanzielle Schwierigkeiten, erleben so manche zwischen-menschliche Enttäuschungen, werden von inneren Zweifel oder Nöten geplagt, oder verlieren vielleicht unseren Arbeitsplatz …..

In solchen Situationen fühlen wir uns hilflos und schwach. Sie überfordern uns und wir wünschen uns jemand, der uns hilft und zur Seite steht.

Die Kunst ist, die Situation, in der wir uns befinden, bewusst anzunehmen, aber uns nicht ununterbrochen damit zu beschäftigen, damit wir eben nicht verzagen und resignieren.

Wir sollen dann vielmehr auf den Herrn schauen, der uns die nötige Kraft gibt, Nöte, Lasten und Entbehrungen zu tragen.

Unser Nicht-Können, unser Kleinsein, macht Raum für das Können des Herrn. Wenn wir mit seiner Kraft rechnen, können auch wir mit Paulus sagen: „Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt.“

Nein, der etwas kühne Satz des Apostel Paulus ist nicht unbegründet, da Jesus Christus alle Tage bei uns sein will, bis an‘s Ende der Zeit.

Daran glaubte Paulus, eben dass Jesus bei ihm ist und er ihm die nötige Kraft für jeden Tag gibt.

So wie Paulus, dürfen auch wir immer wieder mit den himmlischen Kräften rechnen.

Aber !!! – diese gibt es  nie im Voraus. Oft sehen wir erst im Rückblick, wie uns Gott geführt und beigestanden hat.

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen
P. Elmar Maria Becker cb

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