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Auf uns wartet: Ein frohes Fest!

Diakon Guido Schütte

Der Weihnachtspfarrbrief liegt in Ihren Händen – natürlich mit dem Weihnachtsgruß des Pastoralteams, der in diesem Jahr turnusmäßig in meine Hände gefallen ist.

Dass in diesen Tagen der übliche Weihnachtsrummel um sich greift, der den meisten Menschen die Zeit neben den Festvorbereitungen knapp werden lässt, weiß ich wohl. Lassen Sie mich trotzdem einige Gedanken mit Ihnen darüber teilen, was das Weihnachtsfest in unserer Zeit eigentlich ist.

Wie das Wort „glauben“ in der deutschen Sprache unter anderem „vermuten“, aber genauso auch „fest auf das Zeugnis Gottes vertrauen“ bedeuten kann, so scheint das Wort „Weihnachten“ inzwischen für zwei verschiedene Feste zu stehen, die sich eigentlich nur in der ähnlichen Benutzung einiger äußerer Zeichen (zum Beispiel Weihnachtsbaum, Stern, Licht, Musik, vielleicht auch noch Besuch des Weihnachtsgottesdienstes) überschneiden.

Das eine, inzwischen verbreitetere Fest ist ein mehr oder weniger großes Familienereignis, das sich bestimmte Regeln gegeben hat. Vor allem pflegen die Festteilnehmer eine besinnliche Stimmung, gehen so liebevoll wie möglich miteinander um und schenken sich gegenseitig möglichst großzügige Geschenke, um sich an der verblüfften Freude des Beschenkten zu erfreuen (oder möglichst kleine, um sich am stillen Ärger des Bestraften zu erfreuen). Selbst die nachdenklichen bis mahnenden Weihnachtsworte der Kirchenvertreter sind zum Bestandteil des Festablaufes geworden, so dass der Inhalt ihrer Worte keinerlei Wirkung mehr entfalten kann. Wehe, wenn dieser geordnete Festablauf von innen oder außen aus der Balance gebracht wird! Nicht umsonst kann man in diesen Tagen einen deutlichen Anstieg der ernsthaften Beziehungskonflikte mit teilweise erschreckenden Folgen beobachten.

Das andere – christliche – Weihnachtsfest zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nicht auf Regeln, sondern auf einer Ursache aufbaut: Nämlich auf der Freude darüber, dass Gott selbst auf der Erde geboren wurde und unter den Menschen aufgewachsen ist, dass er den menschlichen Lebensweg leibhaftig mitgegangen ist. Dass er, als die Zeit gekommen war, das Handeln Gottes an und mit den Menschen erklärt hat, dass er den Menschen, für jeden hörbar, ins Gesicht zugesagt hat, dass sie geliebt werden, erlöst werden, geheilt werden, willkommen sind auf Erden und schließlich in der Ewigkeit des Gottesreiches.

Dass diese göttliche Zusage eine Freude auslöst, die man nur noch feiern kann, versteht sich von selbst. Aber nun ist es plötzlich egal, ob es ein großes Fest wird oder ob man allein feiern muss, ob laut oder leise gefeiert wird, ob die Geschenke großzügig oder bescheiden ausfallen. Nun tritt die liebende Zuwendung in den Mittelpunkt, die Gott den Menschen schenkt und die sie, wenn sie die Größe dieses Geschenkes erst einmal im Herzen erfasst haben, fast schon zwangsläufig an ihre Mitmenschen weitergeben müssen. Ein solches Weihnachtsfest kann gar nicht ins Wasser fallen!

Welches dieser beiden Feste Sie nun feiern möchten, überlasse ich gerne Ihnen. In den Weihnachtsgottesdiensten unseres Pastoralverbundes sind Sie in jedem Fall herzlich willkommen! Und jetzt schließe ich – damit Sie noch Zeit für Ihre Vorbereitungen haben!

Eine frohe, friedvolle und gesegnete Weihnachtszeit wünscht Ihnen im Namen des Pastoralteams des Pastoralverbundes Bad Driburg

Diakon Guido Schütte

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