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Auferstanden von den Toten

Pater Michael Janmieling

Die Menschen haben immer wieder versucht, die Auferstehung Jesu mit der Vernunft zu erklären und zu deuten. Die verschiedensten Theorien und Erklärungen wurden im Laufe der Kirchengeschichte entworfen. Ausgerechnet im Zeitalter der Vernunft wurde diese Glaubenaussage immer kritischer gesehen. In den 60er Jahren wurde dann die Formel erfunden: „Die Sache Jesu geht weiter“ – das sei es, was die Jünger an Ostern verstanden hätten.

Geht es wirklich nur um eine Sache, die weitergeht, die wir als Christen noch irgendwie an die Leute bringen müssen?

Der Apostel Paulus sagt uns: „Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos.“ (1 Kor 15, 17-19) Wenn wir diese Aussage ernst nehmen, heißt das also: Die Auferstehung Jesu am dritten Tag ist der Kerninhalt unseres Glaubens, damit steht und fällt der Christliche Glaube.   

Nun: Die Menschwerdung Gottes, Weihnachten, ist für uns ja noch irgendwie fassbar. Aber die Auferstehung ist doch etwas, was wir eigentlich gar nicht fassen können. Selbst die Frauen, die zum Grab gingen, konnten es damals nicht begreifen – wie dann wir heute?

Wir sind auf einem falschen Weg, wenn wir die Auferstehung Jesu nur als historisches Ereignis verstehen wollen oder als eine Sache erklären. Wenn wir sagen, das war damals so, vor 2000 Jahren, ein paar haben den Auferstandenen gesehen, und heute ist das nicht mehr so.

Nein. Christus ist auferstanden, und das bleibt auch so. Ostern, das ist heute. Jesus Christus bleibt der Auferstandene und zeigt sich uns sicher nicht im großen Spektakel, sondern in der einfachen Nachfolge. Da darf ich ihn als persönlichen Gott erleben. Es geht nicht nur um eine Sache, die weitergehen muss, sondern um einen Gott, der Person ist, der für uns den Tod überwunden hat. Ein Gott, mit dem ich manche Mauern in meinem Leben überspringen kann, selbst die Mauer des Todes.


P. Michael Janmieling

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