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Auferstehung

Gemeindereferentin
Anne Frank

Jetzt ist es tatsächlich so weit, die Fastenzeit neigt sich dem Ende entgegen und Ostern steht vor der Tür. Dazwischen nur noch die Tage der Karwoche. Der Osterhase macht sich bereit, Geschenke und Schokoladeneier zu verteilen und wir feiern, dass Jesus auferstanden ist, wissen die Kommunionkinder zu erzählen.

Auferstehung, was genau verbirgt sich eigentlich für uns dahinter? Ist es die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod; die Gewissheit, dass dies geschehen wird; ein unerklärliches Rätsel oder die Bestätigung für Gottes neuen, unauflösbaren Bund mit uns Menschen? Immer wieder werden wir Christinnen und Christen in den österlichen Tagen mit diesen Fragen konfrontiert: Wer ist Jesus für mich; ist er mehr als ein Mensch, was bedeutet das, welchen Plan hat das Leben für mich vorgesehen und nimmt Gott in irgendeiner Art Anteil an meinem Leben, an meiner Person?

Auferstehen, aufstehen, jemand oder etwas lag am Boden und kommt selbst oder mit Hilfe anderer wieder in die aufrechte Lage. Die Natur erwacht jedes Jahr im Frühling aus einem langen Winterschlaf zu neuem Leben. Aus einem seelischen Tief oder einer schweren Situation finde ich langsam in die Welt zurück. Auferstehung, wir erleben es öfter als wir denken. Wir erleben es anders, als wir es uns vorstellen?

Erfahrungen mit enttäuschten Erwartungshaltungen, mit dem „anders als geplant“, erwartet, von uns vorgesehen mussten auch die Jünger immer wieder mit Jesus machen. Zwar hat er im Tempel einmal „ordentlich aufgeräumt“, die römische Besatzungsmacht aber warf er nicht aus dem Land, erhob sich nicht zum König,um das Gottesreich erfolgreich „zu installieren“. Stattdessen ließ er sich gefangen nehmen und ans Kreuz schlagen. An Auferstehung hat in dem Moment sicher niemand gedacht. Erst ganz langsam form sich aus einzelnen, unglaublich erscheinenden Begegnungen der Jüngerinnen und Jünger mit dem Auferstandenen eine Gewissheit, dass da mehr ist, als wir mit dem Verstand erfassen können. Öffnen wir unsere Augen, so sehen wir Auferstehen, aufstehen im Leben, öffnen wir unser Herz, so können wir GottesAuferstehung erahnen.

Ein Text, über den ich in den letzten Tagen „gestolpert“ bin, nähert sich diesem österlichen Thema wie folgt:

Grenzerfahrung

Erst als Er nicht vom Kreuze stieg,
erst als Er starb,
hilflos und allein,
da wussten seine Jünger:
Sein Reich ist nicht von dieser Welt.

Wär er nicht am Kreuz gestorben,
hätte Er sich durchgesetzt,
wären seine Jünger nie erwacht.
So sahen sie mit Schrecken:
Mit Jesus wird man nicht mächtig -
im Sinne dieser Welt.
Mit Jesus muss man
auf die
Auferstehung warten
vor und nach dem Tod.
(Martin Gutl)

Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Karwoche und ein frohes Osterfest,
Ihre Anne Frank

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