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Berufung leben – zwei Tage in Marienmünster

Gemeindereferentin
Anne Frank

Zu Beginn eine spirituelle Wanderung von Firmbewerbern gestaltet, dann eine
klassische Vesper in der Abtei gebetet, danach das Konzert der Gruppe Gegenwind mit neugeistlichem Liedgut und zum Abschluss des Abends die Komplet von der Gregorianikschola gestaltet. So bunt begann die Veranstaltung Berufung leben am 7./8. September in Marienmünster und so vielfältig und lebendig verliefen die gesamten zwei Tage: Sinnenwerkstätten, die mich einluden, meiner geistigen Nahrung auf die Spur zu kommen ohne das leibliche Wohl dabei zu vernachlässigen; Bibeltexte, die lebendig wurden, weil ich es wagen durfte, mich in Petrus, Jesus oder Andreas hineinzuversetzen, als sie nachts auf dem See Genesareth zusammentrafen; Vertrauen, dass ich geben oder annehmen konnte, wenn ich mich von einem Freund blind führen ließ oder ihn vorsichtig über das Gelände lotste, eine Klosterführung, die das Leben der Vergangenheit und Gegenwart in den Abteigemäuern lebendig werden ließ und vieles mehr. Gesprächsrunden zu den unterschiedlichsten Bibelstellen an besonderen Orten wie dem Friedhof, der Gaststätte, dem Torbogen, dem Brunnen ... und ein Dankeschöngrillen des BDKJ füllten den Tag. Immer wieder unterbrochen vom gemeinsamen Gebet, mal frei formuliert, mal traditionell, wie die Kirche seit Jahrhunderten betet. All das Erlebte der Tage wurde am späten Nachmittag des Samstages in einer Messe vor Gott gebracht und wer so lange bleiben wollte, konnte gegen 21.00 Uhr den Tag mit einer Nacht der Lichter, mitgestaltet vom Taizé-Chor, ausklingen lassen.

Und die Besucher; waren genügend da und hat sich der Aufwand gelohnt? Es waren viele da, vom Kind über die Jugendlichen (freiwillige Jugendliche!!!) bis hin zu den jungen Erwachsenen, den Familien und der älteren Generation. Es könnten immer mehr sein und natürlich lassen sich zu solchen Glaubensfesten als erstes die ansprechen, die kirchlich gebunden, interessiert oder engagiert sind. Auch gibt es aufgrund dieser Veranstaltung keinen Kircheneintritt zusätzlich und die christlichen Gemeinden des Dekanates geraten nicht plötzlich in eine dauerhafte Pfingststimmung. Dennoch, ich glaube, dass viele an diesen Tagen geistig aufgetankt haben, sich in ihrem Christsein bestätigt und getragen fühlen konnten, spüren durften, Gottes Ruf ist auch an mich ganz persönlich gerichtet und es gibt viele, die mit mir gehen. All das Erlebte, die Gespräche, die biblischen Impulse, die Gebet und Gesänge, die Gedanken und Gefühle, all das bleibt nicht in Marienmünster zurück, sondern wird durch die, die da waren weitergetragen in ihre Familien, den Freundeskreis, die Gemeinde.

Und ich ganz persönlich, was bleibt mir von diesen zwei arbeitsreichen Tagen? Habe ich seinen Ruf vernommen, so wie in den alten schwarz-weiß Filmen der Priester Don Camillo die Stimme Jesu hört, die ihn tadelt, mahnt oder  aufmuntert? Nein, so nicht, aber selten bin ich so zufrieden und ruhig von einer Veranstaltung nach Hause gefahren wie nach dieser und ich weiß wieder, dass es genau das ist, was ich will, mit anderen die Spuren Gottes im Leben finden.

 

Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Woche,

Ihre Anne Frank

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