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Bußsakrament/Beichte

Den inneren Frieden wiederfinden

Keines unserer Sakramente wirft in der Öffentlichkeit so viele skeptische Fragen auf wie das Bußsakrament:

  • Nicht wenige bezweifeln, dass ein Mensch (der Priester) im Auftrag Gottes überhaupt Sünden vergeben kann/darf.
  • Auch wird die Ansicht geäußert, dass die Kirche nicht das Recht hat, für bestimmte Sündenkategorien die Beichte "vorzuschreiben".
  • Schließlich regt sich der innere Widerstand, die eigenen Verfehlungen einem anderen "Sünder" gegenüber offen auszusprechen und sich damit möglicherweise dessen Willkür auszusetzen.

Meistens werden diese Fragen von Menschen gestellt, die das Bußsakrament nicht oder nur oberflächlich kennen.

"Wem Ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben." Mit diesem Wort aus dem Johannesevangelium hat Jesus Christus selbst die klare Aussage getroffen, dass die von ihm Beauftragten des Recht und die Aufgabe haben,  Menschen in seinem Namen von ihren Sünden loszusprechen.

Weiter entnehmen wir dieser Bibelstelle, dass die Beichte in ihrem Wesen ein Gespräch zwischen Christus selbst und dem Beichtenden ist, bei dem der Priester die Funktion des (Ver-) Mittlers übernimmt.

Daraus ergibt sich die tiefe Vertraulichkeit dieses Gespräches, die in der katholischen Kirche durch das Beichtgeheimnis gewahrt wird: Der Priester ist zu strengstem Stillschweigen über das Gehörte verpflichtet. Das Kirchenrecht sieht für das Brechen des Beichtgeheimnisses schwerste Strafen vor, von denen die geringere (!) der sofortige Amtsverlust ist. Weltlichen Stellen gegenüber hat der Priester das Zeugnisverweigerungsrecht.

Die Vertraulichkeit des Beichtgespräches ist also bestmöglich gesichert, Willkür praktisch ausgeschlossen.

Was bei all diesen Überlegungen nicht zur Sprache kommt, ist die eigentliche Wirkung des Bußsakramentes:

Der Empfang des Bußsakramentes befreit den Menschen von seiner Schuld und versöhnt ihn wieder mit Gott. Nicht Pflicht steht hier im Vordergrund, sondern Gnade! Das menschliche Gewissen, Stimme seiner Gottesebenbildlichkeit, das ihn wegen seiner Verfehlungen beharrlich mahnt, kommt zur Ruhe.

Viele Menschen beschreiben diesen Zustand des umfassenden Heils und der greifbaren Liebe Jesu Christi als so wertvoll, dass sie nicht auf den Empfang dieses Sakramentes verzichten möchten.

Ein Beichtgepräch hat etwa folgenden Ablauf:

Der Beichtende betritt das Beichtzimmer (oder den Beichtstuhl) und wird vom Priester begrüßt. Er bekennt und bereut seine Sünden und überlegt mit dem Geistlichen ein Werk der Buße als Ausgleich ("Genugtuung") für seine Sünden.

Schließlich erteilt der Priester im Auftrage Jesu Christi die sakramentale Lossprechung mit den Worten:

"Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich Dich los von Deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."

Beichtgelegenheiten im Pastoralverbund Bad Driburg:

Pastoralverbundsweit bieten die Patres der Gemeinschaft der Seligpreisungen, Helmtrudisstraße 2a, jeden Freitag von 16.00 bis 18.00 Uhr und nach telefonischer Absprache (05253/9724314) eine Beichtgelegenheit an.

Die Beichtzeiten in den einzelnen Pfarrgemeinden werden auf den dortigen Seiten bekanntgegeben.

Buße ohne Beichte?

Wir kennen weitere Formen der Buße, z.B. Bußandachten und Bußgottesdienste ohne die sakramentale Lossprechung. Solche Feiern werden im Pastoralverbund Bad Driburg in der Advents- und Fastenzeit zur Vorbereitung auf die großen kirchlichen Feste angeboten. Allerdings sind diese Bußformen nicht mit der persönlichen Vergebungszusage Jesu Christi im Sakrament zu verwechseln.


Ausführliche Informationen zum Bußsakrament -nicht nur für junge Menschen- finden Sie hier.

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