Sprungnavigation Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation; Direkt zur Servicenavigation; Übersicht zu dieser Seite; Kontakt aufnehmen;

 rahmen top

Caritas zu Besuch beim „Ghettopfarrer“ Franz Meurer

„Sozialer Brennpunkt, Hort der Nächstenliebe“ – so sieht das Umfeld aus, in dem Pfarrer Franz Meurer lebt und wirkt. Die Mitglieder der Caritaskonferenzen aus dem Pastoralverbund Bad Driburg hatten zu einer Fahrt nach „Köln Höhenberg-Vingst“ eingeladen. Mitglieder aus Pfarrgemeinderäten und dem Asylkreis nahmen ebenfalls teil. Das Treffen war durch die Vermittlung von Diakon Gottfried Rempe zustande gekommen, der bereits früher schon einmal Pfarrer Meurer getroffen hatte. Bereits vor der Mitfeier der heiligen Messe gab Pfarrer Meurer einen Überblick über die Gemeinde, die als sozialer Brennpunkt gilt. Eine triste Umgebung, hoher Ausländeranteil und Arbeitslosigkeit, bedingt durch die Schließung vieler großer Werke, bestimmten das Viertel. Durch das großartige Engagement und eine unkonventionelle Vorgehensweise konnte dank der Initiative dieses Priesters ein anderes, mitmenschlicheres und auch im äußeren Stadtbild farbenfroheres Bild geschaffen werden. „Wir essen das Brot und leben vom Glanz“, so die Devise des engagierten und unkonventionellen Gottesmannes, der auf überzeugende Weise und sehr erfolgreich Kirche von unten lebt und „nichts von Dogmen und abstrakten Predigten hält“, so formuliert es ein Mitstreiter. Aus dem Stadtviertel „Sozialer Brennpunkt“ ist nun von den Bewohnern die Bezeichnung „Viertel mit Erneuerungsbedarf“ gewählt worden. Alle packen hier mit an, engagieren sich: hochrangige Politiker (z.B. Jochen Ott, Vors. der SPD Köln und Bürgermeisterkandidat), Akademiker, Männer und Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten und Religionen. Pfarrer Meurer hat sie alle in das Boot geholt und so seit Jahrzehnten den „Total-Absturz“ in diesem Viertel verhindert. Der „Alternative Ehrenbürger“ der Stadt Köln bewältigt eine Herkules-Aufgabe mit einer kircheneigenen Kleiderkammer, selbstorganisierter, ökumenischer Ferienfreizeit vor der Haustür und selbstgemachter Arbeitsagentur, die auch Hauptschüler und Schulabbrecher in Ausbildungen und Jobs vermittelt.

Die Gruppe wurde schließlich auch in der Kirche (!) von Pfarrer Meurer zum Mittagessen und Kaffeetrinken eingeladen und von ihm selbst bedient. Nach weiteren Informationen, einem Rundgang durch die Werkstätten und Angebote der Kirchengemeinde und dem Besteigen des Daches der Kirche, von wo die Teilnehmer einen tollen Blick über Köln hatten, trat die Gruppe die Heimreise an, beeindruckt von dem großartigen Engagement des Pfarrers und der ihm zur Verfügung stehenden zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus allen sozialen und unterschiedlichen konfessionellen Bindungen.

11.890.930  Besucher seit 09.2009