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Wer denkt, der dankt und wer dankt, lebt verantwortungsbewusster und zufriedener.

Pater
Antony Padamattummal

Jesus sagt, “was ihr für einen dieser Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“.

          Gute Worte wirken manchmal Wunder, sie sind Nahrung für die Seele. Zu dieser Ausgabe der Kirchenzeitung gehört das Danken, die Freude über eingebrachte Hilfe, der Dank für alles was uns zum Leben geschenkt ist. Auch der Dank dafür, dass wir und unser Leben bewahrt geblieben sind.

          In den letzten Wochen, wie Ihnen schon bekannt ist, haben die Menschen in Kerala (in meiner Heimat) unter einer heftigen Flutkatastrophe sehr viel gelitten und viele Menschenleben sind zu beklagen. Hunderte sind obdachlos geworden. Die unvorstellbare Gewalt der Natur, der Schrecken und die Angst sind unbeschreibbar.

          Es war das schlimmste Hochwasser, das die Menschen in Kerala je erlebten. Die Lage war katastrophal! Viele Häuser wurden zerstört, viele Menschen konnten ihre Habseligkeiten nicht in Sicherheit bringen und mussten sich auf Dächer retten. Die Bilder zeigten verzweifelte Landesleute, die bis zur Hüfte im Wasser versanken. Schlammlawinen und Erdrutsche wurden ausgelöst; tote Tiere, die in Fluten mitgerissen wurden. Die Infrastruktur war zusammengebrochen. Die Landwirtschaft, die Ernte -alles zerstört.

          Die Wassermassen hatten viele Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Helfer bemühten sich, Trinkwasser, Nahrung und Medikamente auf dem Luftweg zu ihnen zu bringen. Die Herausforderung für die Helfer war gewaltig. Ca.1Millionen Menschen waren in Notunterkünften untergebracht, zehntausende haben noch auf Dächern auf Hilfe gewartet.

          Die älteren Leute in Kerala erzählten, dass sie in ihrem Leben noch nie so eine solche Situation erlebt haben.

          In der auch bei Touristen beliebten Region waren mehr als 40 Flüsse über die Ufer getreten und 80 Dämme mussten vorsichtshalber geöffnet werden. Straßen wurden zu Flüssen, Brücken stürzten ein, in vielen Orten gab es keine Telefonverbindungen und keinen Strom mehr. Es war schwierig Kontakt in abgelegene Gebiete zu bekommen. In manchen Städten und Dörfern stieg das Wasser so hoch, dass zweigeschossige Gebäude überflutet wurden.

          Inzwischen hat sich die Situation in Kerala, Gott sei Dank, verbessert. Es waren viele Menschen, die füreinander da waren und sich gegenseitig geholfen haben. Sie liebe Gemeinde, zeigten und zeigen ein freundliches Gesicht, das deutlich macht, dass Sie nicht nur an sich denken, sondern sehr wohl auch teilen wollen und teilen können. Sie haben ihre Augen vor dem Leiden der Menschen in Kerala nicht verschlossen.

          Es tut so gut, dass wir einander nicht egal sind, dass wir andere nicht einfach links liegen lassen, dass wir uns interessieren füreinander, dass es Menschen gibt, die Anteil nehmen an unserem Leben und die uns sagen, dass wir ihnen wichtig sind.

          Leid und Hilfe verbindet den Menschen, dadurch bleibt man in Verbundenheit, egal wo sie leben, welche Sprache sie sprechen. Es gibt Menschen, die wir nie in unserem Leben vergessen werden, die Erinnerung bleibt für immer, dass was sie an Gutem getan haben. Das Gefühl jemand anderem eine kleine Freude zu machen, ist großartig. Wer Gutes tut -sei es durch Spenden, Freiwilligenarbeit oder auch nur einfach durch kleine Aufmerksamkeiten im Alltag- macht nicht nur andere glücklich, sondern auch sich selbst. Wenn man sich anderen gegenüber freundlich und großzügig verhält, dann betrachtet man sich schließlich selbst als eine großzügige Person. Wer einen Menschen rettet, rettet die Welt.   

Warum sagt man Danke? Weil Helfen eben nicht selbstverständlich ist. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme sind keine Selbstverständlichkeit. Dass Sie den Leuten in Kerala freundlich geholfen haben, erfüllt mich persönlich mit großer Dankbarkeit. Danke für Ihre Nächstenliebe und Solidarität. Frei und fröhlich geben können, ist ein Gottesgeschenk. 

          Ich wünsche uns allen, dass wir immer wieder Kanäle der Liebe Gottes und Werkzeuge in seiner Hand werden in unserem Ort, in unseren Gemeinden.

Ihr Pater Antony

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