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Pfarrnachrichten:

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„Da geht noch was!“

Gemeindeassistentin
Julia Kembügler

Dieser Aussage stehen gerade in Bezug auf die heutige Kirche mehrere Meinungen gegenüber:

„Die Kirche ist doch von gestern.“
„Sie hat überhaupt nichts mit meinem Leben zu tun.“
„Den Glauben braucht doch keiner und wenn, mach ich das mit mir aus!“

Aber es kommt immer wieder zu Situationen, Gemeinschaften und Erlebnissen, die einen darin bestätigen,  ein aktiver Christ zu sein. Zeiten in denen wir spüren können:

„Und da geht doch noch was!“

Sie werden sich vielleicht fragen: „Wie kommt sie zu dieser euphorischen Äußerung?“ Ich möchte es Ihnen am Beispiel meiner letzten Woche veranschaulichen. Eine Woche, die durch viele Begegnungen geprägt war. Zum Einen denke ich da an die erste Begegnung mit meiner Exerzitiengruppe. Menschen, die sich auch dieses Jahr dazu bereit erklären, sich auf die Suche nach „Mehr“ zu begeben, obschon der Alltag sehr stressig sein kann. Aber sie betrachten es trotzdem als sinnvoll, da sie für sich wissen, dass sie sich in diesen Wochen gegenseitig im Glauben bestärken und bereichern können. Die Erfahrung der gegenseitigen Bereicherung habe ich auch an dem vergangenen Firmwochenende machen dürfen.  Diverse Diskussionen über Gott und die Welt zeigten mir, dass der Glaube wohl doch nicht von gestern ist. Er beschäftigt Jung und Alt gerade im Hinblick auf Fragen und Ursachen unseres Lebens. So ergaben sich Diskussionen zu Fragen, wie: „Warum tut Gott uns Unglück an, obwohl er uns liebt?“ oder „Warum hat uns Gott als Egoisten erschaffen“. Fragen, denen wir nur eine Spur näher kommen können, aber in der Gemeinschaft die Möglichkeit haben, unsere eigene Perspektive ein kleines Stück zu weiten.

Gemeinschaft war auch bei dem diesjährigen Weltgebetstag ein großes Thema. Eine gemischte Frauengruppen von Katholiken und Protestanten der Stadtgemeinden hat sich mit großer Freude an die Vorbereitung und die Umsetzung dieses Gottesdienstes gemacht. Grenzen konnten dabei überschritten werden, weil alle ein gemeinsames Ziel verfolgten.

Andere Grenzüberschreitungen habe ich noch bei der Klausurtagung der PGR-Vorstände erfahren dürfen. Es war gerade zu erfrischend zu sehen, was für eine tolle Atmosphäre herrschte und wie motiviert und respektvoll alle miteinander zusammengesessen und gearbeitet haben. Nur so konnte sich die Gruppe auch als bereichernd erfahren und gemeinsame Ziele herausarbeiten.

Diese vergangene Woche und die kleinen und größeren Begegnungen in meiner Arbeit rufen mir somit immer wieder eines in Erinnerung: Wir sind alle Glieder eines Leibes Jesu, aber das Wichtigste ist, dass wir alle anscheinend noch nicht müde geworden sind. Keine schlaffen Glieder, sondern Aktive und Freudige.

Durch solche gemeinsamen Erfahrungen kann uns allen zum Glück bewusst werden: DA GEHT NOCH WAS!

Danke, dass ich das in meinem Beruf erfahren darf!

Ihre Julia Kembügler

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