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Das Bild vom Garten

Pfarrer Hubertus Rath

In seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief führte Erzbischof Hans-Josef Becker das Bild vom Garten ein, um unser Leben, Schaffen und Wirken in unseren Gemeinden, Pastoralverbünden und Pastoralen Räumen zu beschreiben. Er bezieht viele Stellen aus dem Alten und Neuen Testament ein und er zitiert Papst Johannes XXIII.: „Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und für eine schönere Zukunft bestimmt ist.“ Ich möchte dieses Bild vom Garten konkret auf unseren Pastoralen Raum Bad Driburg übertragen:

Zu jedem Garten gehört eine immergrüne Rasenfläche. Sie schafft Ruhe fürs Auge. Im übertragenen Sinne sind das für mich die Verlässlichkeiten in unserem Pastoralen Raum. Wir feiern regelmäßig in allen Kirchen Sonn- und Werktagsmessen und Wortgottesdienste. Wer dazukommen möchte, hat dazu immer und an jedem Ort die Gelegenheit. Wer das Gespräch mit einem Pastor/Diakon/einer Gemeindereferentin sucht, kann jederzeit mit uns in Kontakt treten. Die Kindergärten stehen allen offen, Vereine und Gruppierungen veranstalten Bildungsveranstaltungen und geselliges Beisammensein.

Diese Aktivitäten gehören schon mit in den Bereich der Blumenbeete und Rabatten, die Farbe in jeden Garten bringen. Denn natürlich ist unser Gemeindeleben nicht allein auf Gottesdienst ausgerichtet. Es gibt Ferienfreizeiten, Ausflüge, Gesprächsabende, Exerzitien, Kindergruppen, Seniorencafés, Bibelgesprächskreise, Musikgruppen, Chöre und Organisten. Sie alle bringen die Farben und Klangfarben in unser Gemeindeleben.
Auch große und alte Bäume stehen in unserem Garten: Das sind die Traditionen, die über Generationen gewachsen sind und Identität stiften. Die Kreuztracht in Pömbsen, die Messe auf der Iburg, St. Saturnina in Neuenheerse, das Antoniusfest an der Kluskapelle.

Obstbäume und Gemüsebeete, also Nützliches, finden sich auch in unserem Pastoralen Raum: Unser Internetauftritt und der Pfarrbrief, in denen alle aktuellen Infos gebündelt sind, die Pfarrbüros als erste Anlaufstelle bei fröhlichen, traurigen und alltäglichen Anlässen.

Besonders wichtig ist mir aber auch das Heilkräuterbeet, wo viele Menschen Heilung und Stärkung erfahren: Dazu gehört das helfende Gespräch in geschütztem Raum, die direkte praktische Hilfe in der Kleiderkammer, genauso wie die Sakramente, in denen uns in allen Lebenslagen die helfende Nähe und der rettende Beistand Gottes unmittelbar vermittelt wird.

Manche Pflanze und mancher Baum stammen gar nicht aus unserer Region, sondern verbinden uns mit weit entfernten Orten. Dankbar bin ich in unserem pastoralen Garten für die vielfältigen Eine-Welt-Initiativen.

Bei allen Aufzählungen erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es gibt noch mehr und ganz andere Aktivitäten und Initiativen in unserem pastoralen Garten, für die ich ebenso dankbar bin. Trotz dieser Vielfältigkeit und Buntheit wird viel geklagt, dass es lebendiger sein könnte oder früher lebendiger war. Das ist auch eine Frage der Blickrichtung. Wenn ich jetzt (es ist Anfang April) in meinem realen Garten auf die Rosenstöcke blicke, dann sieht es ziemlich übel aus, während Krokusse, Narzissen und Tulpen schon echte Farbklekse bringen. Wo schaue ich also hin? Deshalb schließt der Erzbischof seinen Hirtenbrief mit einem Zitat aus dem Propheten Jesaja: „So spricht der Herr, euer Erlöser: Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?“

 

Viel Freude am Garten unseres Pastoralen Raumes wünscht Ihnen Ihr

Pfarrer Hubertus Rath

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