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Pfarrnachrichten:

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„Das Kommen des Heiligen Geistes“
(Apg 2,1-13)
Mein Traum – meine Vision

Diakon Gottfried Rempe

Als der Tag der Firmung gekommen war, hatten sich alle Firmbewerber / -bewerberinnen der Pfarreien aus dem Pastoralverbund zum vorbestimmten Zeitpunkt in ihren Kirchen versammelt. Es erhob sich kein gewaltiger Sturm, auch kein gewaltiges Brausen. Lediglich der Organist zog alle Register der Orgel und begleitete so den feierlichen Einzug des Weihbischofs Hubert Berenbrinker.
In den Firmgottesdiensten wurde viel vom Kommen des Hl. Geistes geredet. Der Bischof rief sogar den Heiligen Geist auf die Firmbewerber/bewerberinnen herab. Zu sehen war Gottes Geist aber nicht: keine Feuerzungen, kein sonstiges spektakuläres Zeichen. Dennoch wurden alle durch  Handauflegung und Salbung durch den Bischof mit Gottes Geist, dem Heiligen Geist, beschenkt.

Dann kam die Zeit nach der Firmung. Aber keiner der Firmbewerber / -bewerberinnen redete plötzlich in anderen Sprachen. Die religiöse Sprache, das Sprechen mit Gott, das Gebet blieb vielen genau so fremd wie vorher. Auch staunte niemand aus den Pfarreien des Pastoralverbundes über den plötzlichen Sinneswandel, der sich doch hätte vollziehen müssen. Die Kirchenbänke, die bei der Firmfeier noch so voll besetzt waren,  blieben weiterhin ziemlich leer – wie vor der Firmung.

Aber dann wirkte der Heilige Geist, wenn auch etwas verspätet, doch noch ein Wunder und ließ in einigen Gefirmten das Feuer seiner Liebe aufflammen, ließ sie trotz aller scheinbarer Sinnlosigkeit nach dem wirklichen Lebenssinn fragen und bereit sein, sich für die Sache Jesu einzusetzen in den jeweiligen Gemeinden des Pastoralverbundes, so dass doch viele Menschen aufhorchten und fragten: “Wer sind diese jungen Menschen, die da plötzlich ihre Angst abgelegt haben und ´Gottes Großtaten´ verkünden, die  sich für sein Reich und seine Botschaft von der unendlichen Liebe einsetzen, die ihre eigenen Bedürfnisse ab und zu zurückstellen und sich im Geiste Jesu um Menschen kümmern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die ihre eigene Enge überwinden, sich vor anderen outen und keine Angst haben, verspottet oder  lächerlich gemacht zu werden, weil sie sich zur Kirche Jesu Christi zugehörig fühlen?“

Es war erfreulich, zu sehen, wie diese jungen Menschen, wenn auch nicht jeden Sonntag, so doch von Zeit zu Zeit in die Gottesdienste kamen und sich als betende Gemeinschaft in die Schar der Brot brechenden Gemeinde einbinden ließen und daraus Kraft für ihr Leben schöpften, um Zeugnis für Christus und seine Kirche abzulegen.

„Komm, Heiliger Geist“ - lass meinem Traum Wirklichkeit werden!

 

Diakon Gottfried Rempe

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