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Das Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn (1)

Pfarrer Hubertus Rath

Liebe Schwestern und Brüder,

im Oktober 2014 setzte Erzbischof Hans-Josef Becker in einer großen Veranstaltung in Paderborn das „Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn“ in Kraft. Es beschreibt, in welche Richtung sich die Kirche von Paderborn in den kommenden Jahren entwickeln soll. Es führt aus, welche grundlegenden Haltungen und welche theologischen und pastoralen Leitmotive dabei von besonderer Bedeutung sind.

Den Text des Zukunftsbildes finden Sie auf der Homepage www.erzbistum-paderborn.de unter dem Button „Zukunftsbild“. Neben dem Text mit seinen Anhängen finden Sie Berichte, Bilder, Interviews und, für die schnelle Aneignung, den vereinfachten Zugang zum „Zukunftsbild“.

In den folgenden Pfarrbriefen wollen wir Ihnen die zwölf Grundthesen des Zukunftsbildes vorstellen und welche Gedanken uns dazu gekommen sind, als wir Pastöre, Gemeindereferentinnen, Diakone, Pfarrgemeinderatsvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende uns damit beschäftigt haben. Die erste These lautet:

Gottes Ruf wahrnehmen

Die Kirche von Paderborn setzt sich nach Kräften dafür ein, dass sich möglichst viele Menschen von Gottes Einladung zur Gemeinschaft mit ihm angesprochen und ermutigt fühlen. Sie will dabei helfen, Gottes Ruf in den Höhen und Tiefen des alltäglichen Lebens zu deuten und zu erkennen.

Das Zukunftsbild geht davon aus, dass jeder Mensch auf dreifache Weise von Gott berufen ist. Zuerst hat Gott uns ins Dasein berufen, also jeden einzelnen Menschen erschaffen. So erschaffen, mit allen Ecken und Kanten, wie wir Menschen nun einmal sind. Dann hat uns Gott durch die Taufe zum Christsein berufen. Wieder jeden Einzelnen. Er ruft uns bei unserem Namen. Und zu guter Letzt: Gott hat uns zu einem konkreten Dienst in der Welt berufen. Er hat jedem von uns ganz unterschiedliche Talente und Fähigkeiten mit auf den Weg gegeben.

Wenn in den Thesen von der „Kirche von Paderborn“ die Rede ist, dann sind damit alle Christen gemeint, die innerhalb des Erzbistums in Einrichtungen, Gruppierungen und Gemeinden leben und sich engagieren. In unserem Pastoralverbund sind alle Gottesdienste, die wir feiern, Orte, um auf Gottes Ruf zu hören. Ein Angebot unterschiedlicher Gottesdienstformen fördert eine Vielfalt der Gottesbegegnung. Deshalb können wir dankbar sein für die Sonntagsgottesdienste, die in jeder Gemeinde gefeiert werden, aber auch für alle anderen Gottesdienstformen, die wir in unserem Pastoralverbund finden: Wortgottesdienst für Frauen, Taizé-Gottesdienste, Gebet zur Marktzeit, Gebetzeit für verfolgte Christen … All das bietet Anknüpfungspunkte, um den Ruf Gottes zu erkennen und zu vertiefen, aber auch sich selbst als von Gott Berufener zu verstehen. Auch verschiedene Orte, wie z.B. die Haltestelle am Hellweg oder auch unser Internetauftritt (5 Millionen Klicks auf unsere Seite) bieten alternative Möglichkeiten sich als Berufener Gottes kennenzulernen und zu verstehen. Grundsätzlich jeden als von Gott Berufenen zu verstehen birgt auch eine größere Offenheit und Wertschätzung, als die Unterscheidung in kirchennah und kirchenfern, in fromm – nicht fromm oder gar gläubig – nicht gläubig. Und es motiviert stärker zu einem Engagement in jeglicher Form, als wenn man etwas tut, „weil es schon immer so war“.

Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfarrer
Hubertus Rath

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