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Das Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn (2)

Pfarrer Hubertus Rath

Liebe Schwestern und Brüder,

die zweite These des Zukunftsbildes lautet:

Jesus Christus entschieden bekennen

Die Kirche von Paderborn bekennt sich zum Evangelium Jesu Christi. Sie bringt dieses mutig zu Geltung, zum Beispiel durch die Unterstützung für einen christlichen Lebensstil und durch die Förderung vielfacher Formen des christlichen Engagements. Im gelebten Glauben – in liturgischer Feier, Verkündigung und diakonischer Nächstenliebe – wird dieses Bekenntnis zugänglich.

Eine ganz zentrale Rolle im Zukunftsbild spielt die biblische Erzählung von Paulus in Athen. Sie finden sie in der Apostelgeschichte 17, 16-34. Hier nur eine den Umständen geschuldete Kurzfassung: Paulus kommt nach Athen und gerät in Wut über die vielen Götzenbilder, die er dort vorfindet. In der Synagoge und bei den Gottesfürchtigen, also unter seinesgleichen, wettert er dagegen. Als er aber aufgefordert wird, auf dem Marktplatz zu reden, hält er keine eifernde Wutrede, sondern knüpft an an dem, was er vorfindet: Die vielen Standbilder bezeugen eine Gottesfurcht der Athener und ein Altar ist sogar einem unbekannten Gott gewidmet. Darauf baut Paulus seine Rede auf und er führt seine Zuhörer über Gott den Schöpfer hin zu Jesus Christus, der von Gott in der Auferstehung beglaubigt wurde. Daraufhin wird er von vielen Menschen ausgelacht, einige sind nachdenklich und wollen später darüber weiterreden und wenige schließen sich ihm an.

Für uns ist diese biblische Geschichte eine Beispielerzählung. Denn uns ergeht es genau wie Paulus, wenn wir über unseren Glauben sprechen: Wir stossen auf Unverständnis, wir werden verlacht, manche sind wohlgesonnen nachdenklich und andere schenken uns Verständnis. Wegen dieses wenig erfolgreichen Ausgangs dürfen wir uns aber nicht entmutigen lassen, von unserem Glauben an den auferstandenen Jesus Christus zu sprechen.

Auf vielfältige Weise legen in unserem Pastoralverbund Menschen durch Wort und Tat Zeugnis über ihren Glauben ab. Nicht nur in den gewohnten und vertrauten Kirchenräumen, sondern auch außerhalb im Wohnumfeld oder am Arbeitsplatz, bei der Haussammlung der Caritas ebenso, wie bei Gebeten und gemeinsamen Gottesdiensten.

Im Zukunftsbild heißt es dazu: Es gilt, zunächst die vorfindbare Situation realistisch zur Kenntnis zu nehmen, Anknüpfungspunkte für die Verkündigung zu finden und dabei nichts von der befreienden und herausfordernden Botschaft Jesu Christi wegzulassen.

Die Kirche von Paderborn will den Zuspruch der Liebe Gottes und seine Treue und Nähe zu allen Geschöpfen bezeugen und einladend vorleben. Auch wenn es uns dabei so geht wie Paulus in Athen.

Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfarrer
Hubertus Rath

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