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Das Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn (5)

Diakon Gottfried Rempe

These 3

Für Gottes Liebe zu allen Menschen Zeichen sein.

Die Kirche von Paderborn vertraut der Zusage der Liebe Gottes zu allen Menschen. Sie will diese Gewissheit einladend vorleben. Daher ist sie solidarisch mit der Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der heutigen Menschen. Das tägliche Leben und Miteinander im Erzbistum soll dies erkennen lassen und immer wieder unter diesem Anspruch überprüft werden.

Manche denken jetzt sicher: „Da werden große Worte gelassen ausgesprochen“. Hat die katholische Kirche, haben nicht ihre „Oberen“ uns wiederholt klar gemacht: „Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil“. Solches Denken wurde uns in früheren Jahren im Religionsunterricht beigebracht. Lange hat dieses Denken vorgeherrscht. Nun sind es alle Menschen, denen die Gnade und Liebe Gottes zuteilwird – so die Aussage im Zukunftsbild. Ein weiteres Wort ist im Text von Bedeutung: Diese Gewissheit, dass Gottes Liebe allen zuteilwird, soll einladend vorgelebt werden. Hier sind wir als Christen und Christinnen gefragt! Wie gehen wir um mit Menschen, die nach unserer Meinung „kirchenfern“ leben, die nur zu Weihnachten in die Kirche kommen, die nur dann zu sehen sind, wenn es um Festlichkeiten geht, die halt zum Klischee unserer Gesellschaft passen: Taufe, Kommunionfeier, Firmung, Hochzeit – ach ja, eine kirchliches Begräbnis ist ja auch nicht schlecht, vor allem billiger, als einen Bestattungsprofi zu nehmen. Aber gerade hier zeigt sich, ob wir uns solidarisch erklären mit den Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensvorstellungen. Von uns ChristenInnen hängt es ab, ob die Liebe Got-tes zu allen Menschen sichtbar wird.

„Die Verkündigung des Evangeliums braucht das sensible Hinhören auf die Lebens- und Glaubensgeschichten der Menschen, in die hinein die Christusbotschaft zur Sprache zu brin-gen ist. Die Art und Weise, wie die Kirche das Evangelium verkündet und bezeugt, ist also von größter Bedeutung“. (Das Zukunftsbild S. 29)

In unserem Pastoralverbund gibt es viele engagierte Männer und Frauen, auch Jugendliche, denen das Schicksal der Mitmenschen, die unsere Hilfe benötigen, nicht egal ist. Besuche in den Altenheimen und im Krankenhaus, Hausbesuche zu verschiedenen Anlässen, die Angebo-te der „Haltestelle“ bei der Trauerbegleitung, das Erleben von Gemeinschaft am Heiligen Abend, die Hilfen personeller und finanzieller Unterstützung von Menschen, die in Not gera-ten sind – verschuldet oder unverschuldet -, durch die Caritas und den Asylkreis sind Beispie-le, wie ohne „Ansehen der jeweiligen Person und Religion“ geholfen und die Nächstenliebe praktiziert wird, wie wir es in der Beispielerzählung vom „Barmherzigen Samariter“ (Lk 10,25-37) erfahren.
Solidarisch sein mit der Freude und Hoffnung, Trauer und Angst (Gaudium et spes 1), darin wird erkennbar, wie wir in Liebe allen Menschen begegnen.

Eine gute Woche mit vielen netten Begegnungen wünscht Ihnen
Ihr Diakon Gottfried Rempe

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