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Das Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn (6)

Diakon Gottfried Rempe

These 4

Den Berufungen und Charismen dienen.

Die Kirche von Paderborn dient in ihrem Handeln, ob haupt- oder ehrenamtlich, den Berufungen der Menschen. Gott ruft die Menschen auf dreifache Weise zur Gemeinschaft mit ihm: als Berufung ins Menschsein, als Berufung zum Christsein und als Berufung in einen konkreten Dienst in Kirche und Welt. Das wird spürbar, wenn überall Aufgaben, Berufungen und Charismen miteinander erkannt und gelebt werden können.

Liebe Leserinnen und Leser der obigen Zeilen: Haben Sie schon einmal an ihrem Auto eine Scheinwerferbirne ausgewechselt, eine neue Scheibe eingesetzt, die Waschmaschine repariert, einen Bürgerbus gefahren, Schuhe oder ein Kleidungsstück verkauft, einen Chor oder eine Musikkapelle geleitet, Orgel gespielt oder als Vorsänger in der Kirche sich eingebracht? Sind oder waren Sie als Messdiener/Messdienerin, Lektor/Lektorin, Küster/Küsterin, im Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand tätig?

Sie merken schon, dass für die Erfüllungder genannten Aufgaben, die sich um ein Vielfaches erweitern ließen, besondere Begabungen und Berufungen („Beruf“!) notwendig sind.

Wie sieht es mit den so im „Zukunftsbild“ zitierten „Charismen“ aus, wo werden sie in unserem Leben als Christ/Christin sichtbar? Wo werden sie in unserem Mitwirken in der Kirche, im Dienst als getaufte Menschen verwirklicht? Der Apostel Paulus gibt uns eine klare und eindeutige Richtschnur im Römerbrief Kap. 12, wo es u.a. heißt:

„Je nach den Gaben, die Gott uns durch seinen Heiligen Geist geschenkt hat, haben wir auch verschiedene Aufgaben. Hat jemand zum Beispiel die Gabe, in Gottes Auftrag prophetische zu reden, dann muss das, was er verkündet, mit dem Glauben übereinstimmen. Wem er einen praktischen Dienst übertragen hat, der soll ihn gewissenhaft ausüben. Wer für die Armen in der Gemeinde zu sorgen hat, der soll das gerecht und unparteiisch tun.Wer eine Gemeinde zu leiten hat, soll sich ganz für sie einsetzen. Wer Kranke und Alte zu pflegen hat, der soll es gern tun.“

All die von Paulus genannten Aufgaben, die im Römerbrief noch erweitert sind, treffen auch für Christinnen und Christen in den Gemeinden unseres Pastoralverbundes zu. Viele Männer und Frauen setzen sich in den verschiedenen Gremien und Aufgabenbereichen ein, leben je nach ihren Möglichkeiten und Begabungen ihre Berufung durch die Taufe zum Christsein. Ihnen gelten unsere Anerkennung und unser Dank! Es gilt aber auch, immer wieder neue Charismen in unseren Gemeinden zu entdecken, Menschen zu ermutigen „sich zu trauen“, ihre Begabungen zum Wohle und Heil der Menschen und zur Verwirklichung des Reiches Gottes hier und jetzt einzusetzen. „Letztlich ist jeder und jede Getaufte aufgefordert, die eigenen Charismen und die der anderen zu entdecken. Allen Getauften kommt daher die Aufgabe zu, aufmerksam dafür zu sein, welche Charismen Gott heute schenkt (Zukunftsbild S. 44). Jeder kann etwas. Und wenn alle etwas machen, wird daraus ganz viel! Ich möchte Sie zum Mittun in unseren Gemeinden ermutigen. Es lohnt sich!

Herzlich grüßt Sie
Ihr Diakon Gottfried Rempe

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