Sprungnavigation Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation; Direkt zur Servicenavigation; Übersicht zu dieser Seite; Kontakt aufnehmen;

 rahmen top

Pfarrnachrichten:

Aktuelle Ausgabe

Archiv

Das Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn (7)

Pater Norbert Wientzek

These 7 des „Zukunftsbildes“ lautet:

Zeichenhaft handeln.

Die Kirche von Paderborn will zeichenhaft handeln. Sie überprüft deshalb alle pastoralen Aktivitäten und fördert eine konzentrierte Präsenz. Priorität haben künftig die vier Handlungsfelder: Evangelisierung, Engagement aus Berufung, Pastorale Orte und Gelegenheiten, Caritas und Weltverantwortung. Die Umsetzung geschieht vor Ort durch transparente Schwerpunktsetzungen und Entscheidungen.

1. Evangelisierung

In diesem Handlungsfeld geht es um Menschen, die getauft wurden, deren Glaube durch Erziehung grundgelegt wurde, die aber den Alltag nicht in Gemeinschaft mit Gott vollziehen. Es geht darum, dass sie wieder die Freude am Glauben entdecken. All diese Menschen sollen ihren Gottglauben vertiefen und erneuern lernen. Immer wichtiger für diese Aufgabe werden geistliche Begleiter und Begleiterinnen, die zunächst ihre eigene Taufberufung entdecken und vertiefen und dann anderen Menschen zu erschließen helfen. Diesem Ziel soll auch der Aufbau von Geistlichen Zentren im Erzbistum dienen. In diesen Zentren können die Getauften ihren Glauben vertiefen und verlebendigen. Thematisch denkt man dabei an: Beten lernen, kontemplativ leben, Versöhnung und Neuanfang erfahren, Charismen entdecken, Glaubenswissen vertiefen, im Austragen von Konflikten christlich agieren usw.

2. Ehrenamt – Engagement aus Berufung

Das ehrenamtliche Engagement wird besonders geschätzt, gefördert und unterstützt. Das Engagement ist einWeg, die eigene Berufung zum Ausdruck zu bringen. Es ist wichtiger, die Berufung und Gaben der Menschen zu entdecken und ihnen Entfaltungsmöglichkeiten zu garantieren, als Helfer für bestimmte Aufgaben in der Gemeinde zu finden. DasWirken aller Beteiligten ist dabei nicht auf innerkirchliche Bereiche reduziert. Auchaußerhalb der kirchlichen Strukturen wird dasEngagement als christliches Handeln anerkannt und gefördert.

3. Missionarisch Kirche sein– Pastorale Orte und Gelegenheiten.

Neben den Pfarreien gibt es auch weitere Orte und Gelegenheiten, wo Menschen ihren Glauben vertiefen, zum Glauben an Gott finden oder Gemeinschaft im Glauben erleben (z.B. Klöster). Dabei ist es wichtig, ein gutes Miteinander zu entwickeln und sich nicht gegenseitig auszuspielen. Es gibt dafür verschiedene Wege, Tempi und Intensitäten, und bei der Suche nach neuen Wegen der Evangelisation muss auch mit Fehlern gerechnet werden.

4. Caritas und Weltverantwortung – Diakonisch handeln.

Das diakonische Handeln ist ein besonderer Ausdruck des Engagements aus der Taufberufung und unverzichtbar für die Glaubwürdigkeit der Evangelisierung. Im Dienst an den Bedürftigen zeigt sich die Echtheit des Glaubens. Es geht dabei um Menschen, die in Nöten sind, sei es materieller, sozialer oder seelischer Art. Hier zeigt sich die Sorge der Kirche um das ganzheitliche Heil des Menschen. Dazu gehört auch Wahrnehmung und Mitgestaltung der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation im eigenen Umfeld und in der ganzenWelt, der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Partnerschaftsprojekte, „MissionarInnen auf Zeit“ usw. Im pastoralen Raum soll es einen Beauftragten für den Dienst an Menschen in Not geben, und dieser Aspekt des pastoralen Wirkens soll verstärkt in Ausund Fortbildung berücksichtigt werden. Wir feiern Pfingsten. Möge der Heilige Geist uns seine Gaben schenken, so dass wir glaubhafte Zeugen Jesu der Welt von heute werden.

Ein gesegnetes Pfingstfest wünscht ihnen
P. Norbert Wientzek SVD

12.295.819  Besucher seit 09.2009