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Das Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn (8)

Pater Norbert Wientzek

These 8 des „Zukunftsbildes“ steht unter dem Titel:

„Vielfalt ermöglichen“.

„Die Kirche von Paderborn will nahe bei den Menschen und daher in unterschiedlichen Lebensbereichen präsent sein. Gleiche Antworten für alle werden dem nicht gerecht.
Was an einem Ort gelingt, muss vielleicht anderswo aufgeben werden. Wenn Vielfalt ermöglicht wird, zeigt sich das in differenzierten pastoralen Angeboten und Wegen der Verkündigung sowie im Mut zum Experiment.“

Dieser Text enthält meines Erachtens viel Sprengstoff. Auch unser Erzbischof ist sich dessen bewusst, wenn er schreibt: „Die größte Versuchung und Gefahr auf dem Weg bestehen also in einem Verharren in gewohnten Denkweisen und Verhaltensmustern insbesondere im Fall von Konflikten und Auseinandersetzungen, die natürlich zu erwarten sind.“

Wir Menschen sind „Gewohnheitstiere“, und mit dem Alter (das merke auch ich schon) mag man Veränderungen, Reformen usw. immer weniger. Der berühmte Satz dazu ist: „Das war schon immer so“. Aber leider kann es so nicht mehr weitergehen, weil die Rahmenbedingungen sich geändert haben. Einerseits zeigen das die sinkenden Gottesdienstbesucherzahlen, anderseits die sinkende Zahl der Priester und Hauptamtlichen. Es müssen neue Wege gesucht und hoffentlich auch gefunden werden. Deshalb wird zum Experimentieren ermutigt, und sogar Fehlermachen ist erlaubt.

Mir fallen dazu zwei positive Beispiele auf: In vielen Gemeinden wird die Firmvorbereitung in kleinen Gruppen durchgeführt, ähnlich wie bei der Erstkommunion. In unserem Pastoralverbund hingegen geschieht das in Zusammenarbeit mit den Schulen vor allem durch sogenannte „Intensivtage“. Bis jetzt hat sich diese Methode bewährt, und wir wollen auch die nächste Firmvorbereitung in dieser Weise durchführen. Wenn sich aber eine neue Schulstruktur einstellt, und das nicht mehr möglich sein sollte, müssen neue Lösungen gefunden werden.

Vielfalt kann nur entstehen, wenn Christen ihre Charismen und Berufungen entdecken. Als Beispiel hierfür möchte ich das Wiederaufleben des Jugendtreffs in Neuenheerse nennen. Dort haben sich junge Menschen bereiterklärt, eine solche Form der Jugendarbeit auszuprobieren und mit Hilfe der Pfarrgemeinde durchzuführen. Auf der anderen Seite haben sich in unserem Pastoralverbund manche Verbandsgruppen aufgelöst, die in anderen Pfarreien sehr stark und aktiv sind.

Die Schlagworte zur These „Vielfalt ermöglichen“ sind:

Vielgestaltigkeit, Aufmerksamkeit auf die Bedingungen für Wachstum und Neuanfang, Bereitschaft zum Lernen und Hören im Miteinander.

Möge der dreifaltige Gott uns auf diesem neuen Weg begleiten.

Das wünscht Ihnen
P. Norbert Wientzek SVD

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