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Das Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn (10)

Pastor
Peter Lauschus

Die 10. These des Zukunftsbildes lautet:

Im Dienst der Berufung führen und leiten

"Die Kirche von Paderborn versteht Führung und Leitung als Dienst an den Berufungen im Volk Gottes. Beide haben Gott als Quelle und Ziel und geschehen im Miteinander von hierarchischer Ordnung und Charismen. Durch die sakramentale Sendung dienen die Priester dem gemeinsamen Priestertum aller Getauften. Ihr Leitungshandeln findet in der Eucharistie den tiefsten Ausdruck."

Dienst

Eine Kirche die nicht dient, dient zu nichts! So sagte vor vielen Jahren ein französischer Bischof sehr pointiert. Aber wozu soll die Kirche dienen? Zur Verschönerung von Familienfesten? Als Moralinstanz, wenn die Politik mal wieder nicht weiter kann? Als Sozialkonzern? Der Selbsterhaltung? Als kulturelles Gedächtnis, um das christliche Abendland zu retten? Es gibt viele Möglichkeiten zu dienen. Meist sucht man sich die, die meiste Ehre bringt, oder? Bei vielen Ehrenamtlichen habe ich den Eindruck, dass sie irgendeinen Bedarf gesehen haben und spontan darauf reagiert haben. Und schwups waren sie Ehrenamtliche. Aus unserem christlichen Glauben heraus können wir aber noch etwas mehr sagen: Dieser Dienst ist nicht nur einfach so ein rein menschliches Bedürfnis, sondern er ist Berufung aus der Taufe. Wir sind zum Dienst an dieser Welt und den Menschen berufen, die Kirche soll durch ihren Einsatz etwas vom Reich Gottes, das uns verheißen ist und um das wir beten, in dieser Welt realisieren. Nie das ganze Reich, aber immerhin einen Vorgeschmack. Wenn Christen etwas tun, dann ist es Dienst am Reich Gottes. Das gilt nicht nur für die Hauptamtlichen, das gilt für jeden Getauften. Und das beschränkt sich nicht einmal auf die vielen Ehrenamtlichen, denn jeder Christ ist entweder gute Werbung für das Reich Gottes, oder eben nicht.

Dazu hat jeder Christ in der Taufe den Heiligen Geist geschenkt bekommen und für den Dienst ein Charisma, eine Fähigkeit, die er einbringen kann. Kirche oder Gemeinde ist der Versuch, einen Raum für dieses Charisma zu schaffen, damit es nicht brach liegt. Wie findet man sein Charisma? Wie schon gesagt: Manchmal einfach so. Es läuft einem über den Weg, durch eine Notsituation zum Beispiel, oder weil einen jemand um Hilfe bittet, oder weil man etwas entdeckt, was einem Freude macht. Es gibt viele Wege.

Der Dienst der Hauptamtlichen ist es dann, wie eine Hebamme bei der Geburt dieses Charismas oder dieser Fähigkeit zu helfen. Das, was Petrus von Jesus als Auftrag bekommen hat: „Stärke deine Brüder und Schwestern!“, ist Aufgabe im besonderen Dienst der Priester, denn die Stärke kommt nicht aus uns selbst, sondern aus der Gnade Gottes, die uns in den Sakramenten, besonders der Eucharistie, vermittelt wird. So sind Hauptamtliche und Gemeindemitglieder aufeinander bezogen und aufeinander angewiesen, denn nur im Miteinander kann Reich Gottes, kann Kirche wachsen.

Ihr Peter Lauschus, Vikar

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