Sprungnavigation Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation; Direkt zur Servicenavigation; Übersicht zu dieser Seite; Kontakt aufnehmen;

 rahmen top

Pfarrnachrichten:

Aktuelle Ausgabe

Archiv

Die Botschaft von Fatima

Pater Thomas Bucher

Durch die Erscheinungen der Mutter Gottes 1917 in Fatima vor den Kindern Lucia dos Santos und Francisco und Jacinta Marto hat Gott zu Umkehr und Gebet aufgerufen, damit Friede werde. Laut Lucia liegt der Schwerpunkt und Sinn der Botschaft darin, dem „Weg zum Himmel zu folgen. Wir sollen den Weg so gehen, dass wir zum ewigen Leben gelangen.“ Das ist ein sehr biblischer Aufruf nach dem Motto „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“ (Mt 4.17)

Am 13. Juli 1917  hat die Mutter Gottes den Kindern ein Gebet beigebracht, das sie nach jedem Gesätz des Rosenkranzes einfügen sollten: „O mein Jesus, verzeih´ uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“

Während es heute in vielen Gemeinden ein sehr gängiges Gebet ist, das beim Rosenkranz mitgebetet wird, ist es manchen noch unbekannt oder es wird gar abgelehnt. Ob die Ablehnung von dem Wort „Hölle“ herrührt? Natürlich liegt der Schwerpunkt in der Bibel – und auch in der Botschaft von Fatima – auf dem Himmel, den „himmlischen Wohnungen“ und der Herrlichkeit, die Jesus uns bereitet hat. Doch auch Jesus spricht an manchen Stellen von der Hölle (z.B. Mt 5,30; 13.50; 25.41). Warum sollten wir denn sonst umkehren? Von was hätte Jesus uns denn sonst erlösen wollen?

Durch die Mutter Gottes ist die Liebe der Kinder zu Gott und zum Gebet gewachsen. Sie hat den Kindern auch zuerst den Himmel versprochen, bevor die Kinder eine Vision der Hölle hatten. Sonst hätten sie diese Vision gar nicht ertragen können und  vielleicht, so sagte Lucia, wären sie vor Schrecken gestorben. So aber hat die Vision ihren Eifer zum Gebet und zu Opfern für die Sünder angespornt. Alle Menschen sollen in den Himmel kommen. Dazu wollten sie beitragen.

Die Verehrung ihres Unbefleckten Herzens würde ein von Gott gegebenes Mittel sein, um viele Seelen zu retten, so die Gottesmutter. Wenn man auf ihre Wünsche höre, dann würde bald Frieden sein. Aber wenn die Menschheit weiterhin Gott beleidige, würde darauf ein noch fürchterlicherer Krieg folgen. Ihn würde Russland nutzen, um seine Irrlehren über die Welt zu verbreiten und Kriege und Kirchenverfolgungen heraufzubeschwören. Der Heilige Vater müsse viel leiden und verschiedene Nationen würden vernichtet werden. Erst durch die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats und wenn der Papst ihrem Unbefleckten Herzen Russland weihe, würde sich das Land bekehren und der Welt eine Zeit des Friedens geschenkt werden.

Es kam alles so, wie es vorausgesagt war. Ist die Botschaft damit für heute überflüssig geworden? Die vielen Kriege in der Welt, die weltweite Aufrüstung, die fünfzig Millionen ungeborenen Kinder, die jedes Jahr auf der Welt gemartert werden, alle Verstöße gegen die Schöpfungsordnung und die Gebote Gottes sprechen eine andere Sprache. Papst Franziskus spricht von einem „Weltkrieg in Etappen“. Der Friede ist auch heute sehr bedroht.

„Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren“, hat die Mutter Gottes verheißen. Es ist eine frohe Botschaft. Trauen wir ihrer Botschaft und bemühen wir uns ihre Wünsche zu erfüllen und mit den Heilsplänen Gottes mitzuarbeiten, nach dem Motto: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“

Ihr P. Thomas Bucher

12.288.842  Besucher seit 09.2009