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Ein Petrusfest

Pater Thomas Bucher cb

In dieser Woche, am 22.02., feiert die Kirche ein Fest mit einem seltsam anmutenden Titel, nämlich „Kathedra Petri“.  Während man bei Heiligen-Festtagen den Inhalt leicht verstehen und erklären kann, fragt man sich bei diesem Titel vielleicht doch: „Was wird da eigentlich gefeiert?“

 

Das Wort „Kathedra“ stammt aus dem griechischen und bedeutet ursprünglich „Sitz, Sessel“. Es wurde ins Lateinische übernommen in der Bedeutung von „Sitz, Lehrstuhl“ und war seit der Antike das Symbol der Vollmacht eines öffentlichen Amtsträgers. In unserer Zeit wird darunter, laut Duden, der „Ehrensitz, besonders eines Bischofs oder Papstes“ verstanden. Aber bei der Feier der „Kathedra Petri“ gedenken wir natürlich nicht eines Stuhles, sondern der Autorität, für die er als Symbol steht!

 

In Rom ist das Fest seit dem 4. Jahrhundert bekannt und erinnert an die Berufung des Apostels Petrus. Jesus sagte zu ihm: „Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Mt 16,18) Christus selbst steht also als Garant hinter der Kirche und dem Amt des Petrus.

 

Der Apostel Petrus kam von Jerusalem über Antiochia (in der

heutigen Türkei) bis nach Rom.

Alle drei Orte können sich in besonderer Weise auf ihn berufen,

 

 

 

 

aber weil Petrus seinen Weg im Dienst des Evangeliums mit dem Martyrium in Rom vollendete, erhielt schließlich „der Sitz von Rom… die dem Petrus anvertraute Ehre, nämlich allen Teilkirchen zu dienen, für den Aufbau und die Einheit des ganzen Volkes Gottes.“  

 

Die Kathedra im Petersdom erinnert an die ständige Gegenwart des Apostels Petrus im Lehramt seiner Nachfolger. „Die »Kathedra« Petri feiern… bedeutet daher, ihr eine starke geistliche Bedeutung zuzuschreiben und darin ein bevorzugtes Zeichen der Liebe Gottes zu erkennen, des guten und ewigen Hirten, der seine ganze Kirche zusammenführen und auf dem Weg des Heils leiten will.“ (Benedikt XVI. am 22.06.2006)

 

Jener Lehrstuhl ruft uns aber auch immer wieder die Worte des Herrn an Petrus im Abendmahlssaal in Erinnerung: „Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder“ (Lk 22,32).

 

So wollen wir an diesem Fest ganz besonders auch für den Papst um die Kraft des Heiligen Geistes bitten, damit er sein schweres Amt für die ganze Kirche gut und treu ausüben kann.

P. Thomas Bucher cb

 

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