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Datum: 24. November 2017 - 15:31 Uhr

Ein Vers – ein Bild

Diakon Guido Schütte

Seit Ostersonntag 2011 wechselt täglich das Titelbild unseres Internetauftrittes www.pv-bad-driburg.de. Es will aufmerksam machen auf das Evangelium des Tages, aus dem einige Zeilen in der Bildbeschreibung wiedergegeben sind. Darunter macht ein Verweis (Link) die vollständigen Lesungstexte mit einem Mausklick erreichbar.

Das ausgewählte Bild soll dem Besucher das Geschehen im Evangelium greifbar vor Augen führen und es in die tägliche Gegenwart hineinholen. Das kann mit dem Gemälde eines berühmten Künstlers genauso geschehen wie mit der Abbildung alltäglicher Dinge. Auch Mehrdeutiges und Gegenteiliges findet augenzwinkernd seinen Ort.

Dieser Quellenwechsel in der Seitengestaltung ist Programm. Schließlich erzählen die Evangelien ja keine eingefrorenen Geschichten! Vielmehr beschreiben sie das pralle menschliche Leben, das sich in den letzten zweitausend Jahren viel weniger verändert hat als die Welt, in der es stattfindet. Und auch deshalb sind die Antworten des Herrn auf die Fragen des Lebens für die heutige Zeit ohne jede Einschränkung aktuell.


Heute ist Dienstag der 25. Woche im Jahreskreis.

"Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln." (Lukas 8,20-21)
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Hans Thomann: Heilige Sippe (um 1515)

 


Eigentlich wollte ich die tägliche Umgestaltung der Startseite zum Ende der Osterzeit 2011 auslaufen lassen und wieder zum vorherigen Seitenaufbau zurückkehren. Das tat ich nicht, weil die Verdopplung der Besucherzahl während der Osterzeit ein reges Interesse erkennen ließ.

Geeignetes Bildmaterial zu finden ist auch nicht immer einfach: Manchmal darf ich das aus meiner Sicht ideale Bild nicht verwenden, weil sonst das Urheberrecht verletzt wird oder die Nutzung mit hohen Gebühren verbunden ist. Auch kann ein Evangelium in der Deutung sehr "sperrig" sein, so dass die Umsetzung mehrere Anläufe braucht, um überzeugen zu können.

Seit dem Sommer 2011 stelle ich Text und Bild immer mit einer Woche Vorlauf in das System. Die Webseitenverwaltung schaltet die Startseite jeweils um Mitternacht automatisch auf den Inhalt des neuen Tages um. Es bildete sich daraufhin eine Benutzergruppe, die immer kurz nach 0:00 Uhr unseren Internetauftritt besucht, um sich Vers und Bild anzuschauen. Zurzeit (Advent 2011) liegt die Zahl der Startseitenaufrufe bei 1500 pro Tag - Tendenz steigend.

Was mir bei der Auswertung der Rückmeldungen zu diesem Angebot einmal mehr aufgefallen ist: Das Evangelium Jesu Christi findet, wenn es in einer lebendigen Erwartung betrachtet wird, immer seinen Weg in das Herz des Menschen (und dann auch wieder heraus)! Dabei kommt es gar nicht darauf an, um welche Textstelle es sich gerade handelt. Auch ich selbst habe noch keinen Tag erlebt, an dem die Tageslesung nutzlos an mir vorübergezogen wäre.

Deshalb mein Tipp: Klicken Sie sich hinein in die tägliche Betrachtung von Vers und Bild! Jetzt im Advent (1. Dezember 2011) bereiten die Lesungen und Evangelien uns mit erwartungsvoller Spannung auf die Feier der Menschwerdung Gottes vor! Je mehr die Welt die Advents- und Weihnachtszeit als christliches Ereignis aus ihrer Mitte entlässt, desto hilfreicher ist ein erneuerter Blick auf die alten und doch zeitlos gültigen Wahrheiten.


Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen

Diakon Guido Schütte

 

 

 


 

Den gesprochenen Text dieses Beitrages finden Sie hier.