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Ein gesegnetes neues Jahr!

Pater Johannes Maria Poblotzki

Mir kommt es zu, für die ersten Pfarrnachrichten des neuen Jahres das Begleitwort zu schreiben, und so wünsche ich Ihnen mit unserer ganzen Gemeinschaft von Herzen ein frohes neues Jahr, das unter dem Segen und dem Schutz Gottes stehen möge.

„Ein gesegnetes Jahr", was soll das eigentlich bedeuten? Leichter verständlich wird der Ausdruck, wenn man ihn vom Lateinischen „benedicere" ableitet: „Gutes sagen."

In der Heiligen Schrift finden wir den Ausdruck des Segens das erste Mal in der Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis erwähnt: „Gott segnete sie... Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut." (Gen 1, 28-31).

Sehr wichtig ist an dieser Stelle die Verbindung des Segens mit dem göttlichen Schöpfungsakt. Gott spendet seinen Segen heißt: Gott schenkt Leben. Er ruft die Welt in ihre Existenz. Gott liebt den Menschen und die Schöpfung. Er erkennt die Welt als gut, den Menschen sogar als sehr gut und dieser Segen, dieses „Gute sagen", hat schöpferische Kraft. Gott selbst ruft die Welt ins Leben und haucht dem Menschen seinen Geist ein. Tatsächlich gibt es im Hebräischen für Wort und Tat dasselbe Wort (dawar). Es bedeutet „sagen" und zugleich „tun".

Wenn wir noch weiter gehen, so können wir bedenken, dass auch unsere menschliche Sprache im Alltag Dinge bewegen und verändern kann. Dies gilt in beiden Bereichen: positiv und negativ. Wenn ich einem Kind ständig sage: „Du kannst das nicht!", dann wird es sehr unsicher und vielleicht sogar längerfristig ein gemindertes Selbstwertgefühl haben. Ein freundliches Wort kann trösten und einer anderen Person Kraft geben, eine schwere Situation mit dieser Ermutigung durchzutragen.

Wenn wir uns gegenseitig ein „gesegnetes Jahr" wünschen, dann ist es also vielmehr als nur eine bloße Floskel. Wir wünschen einander, dass Gott selbst mit seiner Hand über unserem Leben wacht und dass dieser Wunsch wie ein Gebet ist, mit einer positiven lebensspendenden Kraft, die von Gott kommt. Vielleicht könnte dies ja auch ein guter Vorsatz für das gesamte Jahr sein: Füreinander den Segen Gottes herabrufen und das negative Murren, das schlechte Reden übereinander oder auch Schimpfwörter zu unterlassen im Wissen, das auch dies eine Wirkung nach sich zieht.

Mit diesen Gedanken möchte ich überleiten zu einem ausdrücklichen „Vielen herzlichen Dank!". Seit etwas mehr als einem Jahr sind wir jetzt mit unserer Gemeinschaft hier in Bad Driburg und haben in dieser Zeit viel Hilfe und Wohlwollen erfahren. Der Jahreswechsel ist ja eine gute Gelegenheit, um Rückbesinnung zu halten. Nicht nur besonders jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr haben uns viele Menschen unterstützt und begleitet. Wir haben dadurch viel Gutes erfahren, dass wir dieses Gute auch an andere Menschen weiter geben konnten. Einige haben uns Lebensmittel vorbeigebracht, andere haben uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden oder im Gebet unterstützt: Herzlichen Dank!

Durch die vielen schönen Begegnungen, Kontakte und die konkrete Hilfe war es uns möglich, unseren vorrangigen Dienst des Gebetes und der Verkündigung der Frohen Botschaft weiter auszuüben. Im letzten Jahr hatten wir über 200 Übernachtungen in unserem Haus, und ca. 500 Personen durften wir zu verschiedenen Gelegenheiten empfangen, darunter auch Gruppen von Kolping, der Caritas, sowie Firm- und Kommunionkindergruppen.

Möge Ihnen allen unsere Freude und unser Dank darüber zuteil werden, und uns alle ermutigen, uns weiter für das Reich Gottes einzusetzen.

 

Pater Johannes Maria Poblotzki

Leitender Oberer der Gemeinschaft der Seligpreisungen

Haus Maria Königin, Bad Driburg

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