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Erstkommunion in Kerala

Pater Antony Padamattummal

An diesem Weißen Sonntag feiern in unserem Pastoralen Raum einige Kinder Ihre Erstkommunion. Frau Frank und Herr Feldmann haben sich viel Mühe gegeben, die Kinder auf diesen schönen Tag vorzubereiten. Fast ein Jahr lang hat die Vorbereitung gedauert. Und jetzt ist der Tag für einige Kinder da, der Tag der Erstkommunion, worauf sie lange gewartet haben. Da habe ich gedacht dieses als Anlass zu nehmen über die Erstkommunionfeier in meiner Heimat und die Vorbereitung darauf zu berichten. Im Großen und Ganzen ist es das gleiche, dennoch gibt es einige Unterschiede, diese möchte ich ihnen gerne beschreiben.
Bei uns in Kerala ist es üblich, wie auch hier, dass die Kinder mit 6 Jahren eingeschult werden. Die katholisch getauften Kinder gehen jeden Sonntag zur Messe, anschließend nehmen sie auch am Katechismus Unterricht teil, der vom Pfarrer, Kaplan, Ordensschwestern aber auch von ehrenamtlichen Personen durchgeführt wird.
In den ersten 3 Klassen werden den Kindern die Fundamente des Glaubens und die Grundgebete beigebracht, dadurch lernen die Kinder wer Gott ist und warum Christus Jesus in die Welt gekommen ist, und was die Sakramente bedeuten…
Mit diesen Grundkenntnissen kommen die Kinder in die 4. Klasse. Dort bereiten sie sich auf die Kommunion vor. Ein Vierwöchiger Vorbereitungskurs wird von Priestern, Ordensschwestern oder Katechismus Lehrern durchgeführt. Während dieser Vorbereitungszeit lernen die Kinder Jesus noch näher kennen; dieses wird ihnen mit Hilfe der Bibel übermittelt. Sie lernen die Gebete noch einmal gründlicher kennen, dazu noch das Fundament des Glaubens und die Kirchengesetze.
Die Kinder lernen zu unterscheiden, was gut und was böse ist, und sie lernen das Böse zu bereuen —dann kommt die Beichte. Unmittelbar vor dem Tag der Erstkommunion gehen die Kinder zu Erstbeichte.
Die Kinder bereiten sich selbst durch persönliche Gebete vor. Dazu zählt der tägliche Gottesdienstbesuch und das Rosenkranzgebet.
Außerdem werden die Eltern durch Informationsgespräche vorbereitet. Sie sollen ein Vorbild für ihre Kinder sein. Die Eltern gehen auch zur Beichte, damit auch sie sich vorbereitet fühlen, mit ihren Kindern die heilige Kommunion zu empfangen.
Dann kommt der große Tag — mit einem feierlichen Gottesdienst beginnt die Erstkommunionfeier. Die Kinder tragen in der Regel weiße Kleider, sie erinnern uns an unsere Taufe, die uns fest mit Gott verbunden hat. Außerdem tragen die Kinder ein Blumenkranz auf dem Kopf, dazu noch eine brennende Kerze und ein Blumenstrauß in der Hand. Bei der Kommunion erhalten die Kinder in Wein getränktes Brot auf die Zunge gelegt.
Nachdem die Kinder die Kommunion empfangen haben, singen die Kinder zusammen ein Danklied. Wenn die heilige Messe beendet ist, bekommt jedes Kind von dem Pastor die heilige Bibel und einen Rosenkranz; diese Geschenke sollen den Kindern in ihren alltäglichen Leben helfen, in Ehrfurcht vor dem Wort Gottes und in Frömmigkeit zu der heiligen Mutter Maria zu wachsen.
Die heilige Kommunion hilft den Kindern in ihrem Leben von Gott zu erzählen und Gutes zu tun. In ihnen blüht ein kleiner Keim der Liebe… und somit kehren sie gesegnet heim.

Pater Antony Padamattummal

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