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Pfarrnachrichten:

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Erzbistum Paderborn setzt Schwerpunkte (Teil 1)

Gemeindereferentin Bilinda Jungblut

Im Rahmen der Neugliederung und Entwicklung der Gemeinden zu einem großen Pastoralverbund gibt unser Erzbistum den Hauptamtlichen und Gremien vier Schwerpunkte an die Hand. Auf zwei möchte ich in diesem und auf zwei im nächsten Pfarrbrief hinweisen.

1. Pastorale Orte und Gelegenheiten – missionarisch Kirche sein

Bisher werden Kirchen, Andachtsstätten, Wallfahrtsorte oder auch Wegekreuze als die pastoralen Orte gesehen. Hier wird Gottes Wort verkündet und zur Tischgemeinschaft mit Christus eingeladen. Hier  kann ich meinen Glauben in Gemeinschaft mit anderen feiern oder mich still in die Gegenwart Gottes vertiefen. Nun soll sich der Blick weiten, um Spuren Gottes im ganz alltäglichen Leben zu entdecken und bewusst zu machen.

Um welche Orte und Gelegenheiten kann es dabei gehen?

Ist z.B. in einem Krankenhaus oder Pflegeheim ein warme, herzliche Atmosphäre zu spüren, wird der alte und kranke Mensch mit Würde behandelt, stehen auch - bei aller Hektik des täglichen Betriebes - Personen bereit, die Zeit haben und sich auf die Fragen und Ängste der Menschen einlassen, dann ist hier ein pastoraler Ort, an dem Gottes Nähe erfahrbar wird.

Ebenso kann die Schule ein pastoraler Ort sein. Werden Kinder an christliche Werte herangeführt, spielt das Gebet im Klassenzimmer noch eine Rolle oder wird ein auffälliges Kind nicht abgewertet, sondern ihm Hilfe angeboten, erhält Gottes Geist Raum.

Eine pastorale Gelegenheit kann sich aber auch beim Einkaufen im Supermarkt ergeben, wenn jemand mit ehrlichem Interesse einen anderen Menschen nach seinem Befinden fragt, zuhört und sich um einfühlendes Verständnis bemüht.
Dies sind nur wenige Beispiele. Wo und wie entdeckt jede/jeder Einzelne/r von uns, dass Gottes Gegenwart diese Welt erfüllt und Menschen (auch ich selbst) im Sinne Jesu handeln?

2. Caritas und Weltverantwortung – diakonisch handeln

Caritas gehört seit den Anfängen des Christentums zur Aufgabe der Kirche. „Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nach dem es einer nötig hatte.“ Apg. 2,45

Die Caritas in den Gemeinden unseres Pastoralverbundes ist ein lebendiger Faktor. Viele Ehrenamtliche setzen sich engagiert ein für Menschen in Not, für Alte und Kranke. Es gibt die Kleiderkammern, die Speisekammer, den Asylkreis. Und Weltverantwortung wird wahrgenommen im „Eine-Welt-Laden“, in Projekten in Afrika, Südamerika und Palästina.

Doch es gilt in der heutigen Zeit mit ihren globalen Zusammenhängen über den Tellerrand hinauszublicken. Als „Salz der Erde“ haben wir den Auftrag, uns nicht nur für Gleichgesinnte, für Gemeindemitglieder, für Christen zu engagieren, sondern jeden Menschen zu sehen, der uns braucht.

Auch in gesellschaftspolitischen Fragen ist unsere Stimme wichtig.
Die Botschaft Christi ermutigt uns, nicht zu schweigen, wenn Menschen benachteiligt, wenn Schöpfung zerstört, wenn Strukturen unmenschlich werden….

Wir sollten nicht sagen: „Da kann ich doch nichts machen.“, sondern unser Christsein ernst nehmen und uns einbringen, sowohl auf kommunaler, als auch auf Bundes- und Weltebene.

Am Berg Horeb verkündet Gott Mose seinen Namen: JAHWE.

Übersetzt bedeutet dieser Name: Ich bin da – da für euch. Dieser Name Gottes ist Programm.

Im Einsatz für Caritas und durch bewusst gelebte Weltverantwortung nehmen wir daran teil, Gottes Namen in der heutigen Zeit erfahrbar zu machen.

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen

PastoralteamBilinda Jungblut, Gemeindereferentin

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