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Ewige Ruhe

Pastor Janusz Kudyba

Im November gedenken die Menschen besonders der Toten und beten an den Festen Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und in der evangelischen Kirche am Totensonntag für sie.

In jeder Beerdigungsmesse und auch am Grab der Verstorbenen wird das bekannte und berühmte Gebet: „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihnen. Herr, lasse sie ruhen in Frieden. Amen“ gesprochen.

Die „RUHE“ (lat. requies, griech. anapausis) meint im Sinn der antiken Verfasser des Gebetes etwas durchaus Positives: Ausruhen von den Mühen des irdischen Daseins, „Erfrischung“ durch Gott im Jenseits. „RUHE“ bedeutet ferner „Freude“.
Heute wird jedoch dieses Wort oftmals unbewusst negativ aufgefasst: Der Leichnam „ruht“ im Grab; „er spürt jetzt nichts mehr von all dem“.

Für mich beinhaltet es die ewige Begegnung mit Gott, ein „Ruhen“ aller menschlichen Kräfte. Das Nichtstun steht nicht im Vordergrund, sondern das ständige und mit höchster Anspannung zu verfolgende Ziel ihrer Bestimmung. Es gibt also nicht mehr, wie in diesem Leben, den Wechsel zwischen stärkerer oder schwächerer Betätigung in dieser oder jener Richtung. In einem guten Sinn kann man von der „RUHE“ höchstmöglicher Tätigkeit in der ewigen Ekstase reden.

Wenn man die oben genannten Worte spricht und innig betet, ist es schwer, derartige Gedankengänge nachzuvollziehen und geistig zu durchdringen. Für die meisten von uns, die glauben und von der christlichen Botschaft angesprochen werden, wird „RUHE“ weiterhin als Leblosigkeit des Leichnams im Grab betrachtet.

In meinem persönlichen Gebet spreche ich oft folgende Worte: „Herr, gib ihnen die Fülle des Lebens und die Erfüllung ihrer Sehnsucht und vollende ihr Leben in DIR. Lass sie immer dein Angesicht schauen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

 

Ihr Pastor Janusz Kudyba

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