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„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!“

Diakon Gottfried Rempe

In diesen Tagen können wir in vielen Kirchen das „Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach hören. Mächtig und überzeugend leitet Bach sein Werk ein:

„Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage, rühmet was heute der Höchste getan! Lasset das Zagen, verbannet die Klage, stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!“

Wir begehen an diesem Wochenende den 3. Adventssonntag, den Sonntag „Gaudete“, wie er auch genannt wird. „Gaudete - Freuet Euch!“ ruft uns der Apostel Paulus in seinem Brief an die Philipper zu. Er nennt auch zugleich den Grund: „Denn der Herr ist nahe.“

Reißt uns diese Nachricht noch vom Hocker, sind wir voll Vorfreude auf das Fest der Geburt Jesu, von dem die Menschen meinen, es sei das schönste, stimmungsvollste Fest im Jahr?

Advent - Zeit der Besinnung, der Ruhe, der Entschleunigung, der heimlichen Vorfreude! Davon sollte unser Alltag geprägt sein. Von den Kindern können wir lernen, wie sie voller Erwartung und Vorfreude auf das Christkind sind.
Wie jedoch unsere Freude ausdrücken? Unsere Gottesdienste bieten dazu gute Möglichkeiten. Klingt aber unser Gesang in den Gottesdiensten nicht manchmal freudlos, ausdruckslos und wenig überzeugend von dem, was wir da singen? Wir haben als Christen doch allen Grund, freudig und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken, trotz des nicht zu verhehlenden Elends in der Welt und mancher persönlicher Schicksalsschläge. Ich jedenfalls möchte und kann nicht auf die Mut machenden Worte der Hl. Schrift und auf die tröstende Kraft der Musik verzichten!

Weil Gott zu Weihnachten in die Knie geht, ganz auf uns und unsere Welt eingeht, sich zu jedem und jeder von uns herabbeugt, dürfen wir uns schon jetzt, am Sonntag „Gaudete“, auf sein „Herabkommen“ freuen. Lassen wir uns anstecken von der „Freude an Gott“, der unsere Hoffnung und Zuversicht ist in einer Welt, in der die Verzagtheit und Verdrossenheit die Oberhand zu gewinnen scheinen. Stecken wir mit unserer Freude, unserer Zuversicht und unserem Gesang  d i e  Menschen an, die zum Lachen in den Keller gehen! Zeigen wir mit unserem Glauben an den Mensch gewordenen Gott, dass diese Welt nicht verloren ist, sondern die Hoffnung sich immer wieder neue  Bahn bricht, auch wenn es aussichtslos scheint.

„Lasset das Zagen, verbannet die Klage, stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!“

Einen stimmungsvollen und fröhlichen 3. Advent wünscht Ihnen
Diakon Gottfried Rempe

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