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Gebetswoche

Pater Norbert Wientzek

Vom 18. bis 25. Januar begehen die Christen die Gebetswoche für die Einheit der Christen.

Das Gebet um die Einheit der Christen im Sinne des 17. Kapitels des Johannesevangeliums begleitet die ökumenischen Bestrebungen von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert an.

Eine Gebetswoche am Anfang jedes Jahres wurde von der Evangelischen Allianz (gegründet 1846) eingeführt.

Papst Leo XIII. (1878-1903) empfahl, die Novene vor Pfingsten unter dieses Anliegen zu stellen.

Mit dem Ziel „Einheit mit dem Stuhl Petri“ schlug Paul Watson (Anglikaner, später Katholik) im Jahre 1907 eine Gebetswoche vom 18. Januar (damals hat man an diesem Tag das Fest Cathedra Petri begangen) bis 25. Januar vor. Diesen Termin hat Papst Benedikt XV (1914-1922) für die katholische Kirche festgelegt. Paul Couturier (1881-1953) trat für ein umfassendes Gebet ein, das nicht um die „Rückkehr der anderen“, sondern gemeinsam mit ihnen um „eine Einheit, wie Gott sie will“ bittet.

So wird heute die Gebetswoche für die Einheit der Christen weltweit in anglikanischen, evangelischen, katholischen und Ostkirchen verstanden und gehalten. Der Entwurf der Liturgie wird jedes Jahr in einem anderen Land erstellt. Auf der Basis dieses Gottesdienstentwurfes werden die Themen, Texte und Meditationen für die einzelnen Wochentage von einer gemeinsamen Kommission des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit des Christen und dem in Genf ansässigen Sekretariat des Ökumenischen Rates der Kirchen für Glauben und Kirchenverfassung erarbeitet.

Für das Jahr 2011 kommt der Aufruf zu Einheit aus Jerusalem. Die palästinensischen Christen wählten als Thema Apostelgeschichte 2,42: „Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten“.

Die Kirchen in Jerusalem rufen alle Christinen und Christen dazu auf, wiederzuentdecken, was die frühe Gemeinde in Jerusalem zusammengehalten hat: Das Festhalten an der Lehre der Apostel, die Gemeinschaft, das Brechen des Brotes (Eucharistie) und das Gebet. Die Christen im Heiligen Land stellen diese vier grundlegenden Elemente in den Vordergrund, wenn sie für die Einheit der Kirche überall auf der Welt beten. Sie laden ein, sich sowohl diesem Gebet anzuschließen als auch dem Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Wohlstand für alle Menschen im Heiligen Land.

Die 8 Tage stehen unter folgenden Überschriften (dazu gibt es jeweils Meditation und Gebet).

  1. Die Kirche in Jerusalem
  2. Viele Glieder eines Leibes
  3. Das Festhalten an der Lehre der Apostel eint uns
  4. Teilen – Ausdruck unserer Einheit
  5. Brotbrechen in Hoffnung
  6. Ermächtigt zum Handeln durch Gebet
  7. Leben im Glauben an die Auferstehung
  8. Zum Dienst der Versöhnung berufen

Ich möchte mit dem Gebet des letzten Tages abschließen:

Gott des Friedens, wir danken dir, dass du deinen Sohn gesandt hast, damit wir durch ihn mit dir versöhnt werden. Lass uns in unseren Kirchen Boten der Versöhnung sein. Hilf uns, der Versöhnung zwischen allen Völkern zu dienen – besonders im Heiligen Land und in deiner Stadt Jerusalem. Hier hast du die Trennmauern zwischen den Völkern niedergerissen. Vereine alle Menschen im Leib Jesu, der auf Golgatha sein Leben hingab. Erfülle uns mit gegenseitiger Liebe, damit unsere Einheit der Versöhnung dient, die du für deine ganze Schöpfung ersehnst. Wir beten in der Kraft des Geistes. Amen.

P. Norbert Wientzek SVD

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