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Gehen wir nach Bethlehem

Pater Norbert Wientzek

In diesen Dezembertagen erfahren wir immer neu, wie wichtig das Licht für unser Leben ist. Wir sehnen uns wieder nach längeren Tagen und kürzeren Nächten.
Wir brauchen das Licht für unsere Arbeit und unsere Erholung. Wenn wir kein Licht haben, wenn der Strom ausfällt, dann kommt unser Leben zum Stillstand.
Aber wir brauchen noch ein anderes Licht, ohne das wir unserem Leben weder einen Sinn geben noch die Dunkelheiten des Lebens überstehen können.

Wo finden wir dieses Licht?

Die Hirten sagen uns: „Kommt, wir gehen nach Bethlehem“. Dort haben sie das Licht, das jeden erleuchtet, gefunden. Der Ort, an dem sie den Gottessohn treffen, hat an sich nichts Außergewöhnliches. Im Gegenteil: Ein Stall, ein armes Ehepaar, einige Tiere und ein Kind in der Krippe. So hat sich Gott uns Menschen vorgestellt. Unter diesen Umständen haben die Hirten Jesus als den Sohn Gottes erkannt – und wurden mit Freude erfüllt.

Gehen wir nach Bethlehem. Das ist auch unser Weg für den Alltag. Lernen wir Gott zu treffen, wo er ist: Nicht in irrealer Wirklichkeit oder Träumerei, in schönen Theorien, im materiellen Luxus, sondern in der Realität unseres konkreten Lebens. Hier sollen wir den Willen Gottes suchen und erfüllen und so Jesus mit immer größerer Freude entdecken.

Wir erkennen ihn immer mehr durch unser Gebet, im Sakrament der Eucharistie („Dies ist mein Leib, dies ist mein Blut“), wenn wir uns in seinem Namen versammeln und in jedem Menschen, der unserer Liebe bedarf („Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“)

Lernen wir nach Bethlehem zu gehen, unseren Erlöser unter sehr bescheidenen Umständen zu finden und so unser Leben mit Licht und göttlicher Freude zu erfüllen. Lernen wir auch das, was Oscar Romero in einer Meditation schrieb:

Wir können nicht alles tun.
Es ist ein befreiendes Gefühl,
wenn uns dies zu Bewusstsein kommt.
Es macht uns fähig etwas zu tun
und es sehr gut zu tun.

Es mag unvollkommen sein.
Aber es ist der Beginn, ein Schritt auf dem Weg,
eine Gelegenheit für Gottes Gnade,
ins Spiel zu kommen und den Rest zu tun.

Wir mögen nie das Endergebnis zu sehen bekommen,
doch das ist der Unterschied zwischen Baumeister und Arbeiter.

Wir sind Arbeiter, keine Baumeister.
Wir sind Diener, keine Erlöser.
Wir sind Propheten einer Zukunft,
die nicht uns allein gehört.

 

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr wünschen ihnen

P. Norbert Wientzek svd
und das Pastoralteam des Pastoralverbundes Bad Driburg

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