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Getauft - und nun?

Pater Thomas Bucher

Die Taufe Jesu, mit der die Weihnachtszeit abschließt, kann uns wieder einmal an unsere eigene Taufe erinnern. Durch die Taufe sind wir „Christ“ geworden, Christusträger, Glieder des Leibes Christi.

Der Katechismus der kath. Kirche zitiert in Nr.1243 den hl. Gregor von Nazianz, der geradezu überschwänglich schrieb: „Die Taufe ist die schönste und herrlichste der Gaben Gottes… Wir nennen sie Gabe, Gnade, Salbung, Erleuchtung, Gewand der Unverweslichkeit, Bad der Wiedergeburt, Siegel, und nach allem, was besonders wertvoll ist. Gnade, denn sie wird solchen verliehen, die nichts mitbringen: Gnade, denn sie wird sogar Schuldigen gespendet; Taufe, denn die Sünde wird im Wasser begraben; Salbung, denn sie ist heilige und königlich (wie die, die gesalbt werden); Erleuchtung, denn sie ist strahlendes Licht; Gewand, denn sie bedeckt unsere Schande; Bad, denn sie wäscht; Siegel, denn sie behütet uns und ist das Zeichen der Herrschaft Gottes“.

Durch die Taufe haben wir Anteil erhalten an der göttlichen Natur. Durch die Firmung und die Eucharistie soll das göttliche Leben dann gestärkt werden und wachsen. Wenn die Eucharistie „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ ist (2.Vatik., LG 11), dann bildet die Taufe die unverzichtbare Grundlage dafür. In ihr sind wir ein Glied am Leib Christi geworden. Christus hat uns „sich einverleibt“, uns zu den Seinen gemacht. „Wie schön wäre es, wenn wir uns öfter daran erinnern würden, was wir sind und was der Herr Jesus aus uns gemacht hat: Wir bilden seinen Leib, den nichts und niemand ihm mehr entreißen kann und in den er seine gesamte Leidenschaft und Liebe einfließen lässt wie ein Bräutigam in seine Braut. Dieser Gedanke muss in uns jedoch den Wunsch erwecken, dem Herrn Jesus zu entsprechen und seine Liebe miteinander zu teilen, so wie die lebendigen Glieder seines Leibes“, so Papst Franziskus am 22.10.14.

Es ist gut sein Taufdatum zu kennen und sich dankbar an das erhaltene Geschenk zu erinnern! Ja, wir könnten dieses neue Leben in Christus auch feiern! Vor der Erstkommunion legen die Kinder feierlich ihr Taufversprechen selbst ab und in jeder Osternacht werden die Taufversprechen erneuert. Nichts hindert uns sie auch in privater Form zu erneuern – z.B. beim Nehmen von Weihwasser - und auszudrücken, dass wir die Taufe als Geschenk annehmen und wirklich so zu Christus gehören wollen, dass uns nichts und niemand ihm mehr entreißen kann. In Jesu Namen widersagen wir allem, was uns von Gott entfernt und erneuern unseren Willen zur Hingabe an ihn.

Sollte unser „Taufkleid“ allerdings schon recht schmutzig geworden sein, dann haben wir nach dem „Bad der Wiedergeburt“ (der Taufe) eine erneute Reinigung nötig. Nicht immer werden da ein paar Tropfen Wasser genügen. Es wird auch möglichst regelmäßig ein richtiges Bad oder eine Dusche nötig sein bzw. gut tun. Das ist dann im Bereich der Gnade das Sakrament der Versöhnung, die Beichte. Dadurch erstrahlen die Glieder des Leibes Christi in neuem Glanz.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Taufgedenken!
Ihr P. Thomas Bucher

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