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Gottes Liebe

Wenn man eine Aufgabe oder eine neue Stelle annimmt, so steht für die anderen immer die Frage im Raum: Wer ist jener, der nun kommt und wie ist er so. Die Rede ist von mir, P. Daniel-Maria Brun von der Gemeinschaft der Seligpreisungen aus Bad Driburg. Ich habe am 1. Oktober die Stelle von P. Thomas Bucher übernommen, der in ein anderes Haus unserer Gemeinschaft gewechselt ist. Viele von ihnen kennen mich bereits, da wir gemeinsam in einer der Kirchen des Pastoralverbunds die Eucharistie gefeiert und sie den Primizsegen von mir empfangen haben. Der Primizsegen ist ein besonderer Segen, den ein Neupriester spenden kann, wenn er zum ersten Mal in einer Kirche der Eucharistiefeier vorsteht. So bin ich also nicht nur im Pastoralverbund neu, nein ich bin auch erst seit diesem Sommer Priester Die Priesterweihe habe ich am 13. Juli dieses Jahres in Lourdes empfangen. In der langjähren Vorbereitung auf diesen Dienst setzt man sich innerhalb des Theologiestudiums unter anderem intensiv mit der Frage auseinander, was ein Priester ist und was ihn bzw. seinen Dienst ausmacht. Diese Fragen sind in der heutigen Zeit umso wichtiger geworden, da wir durch die Medien immer wieder von Vorkommnissen hören, in denen Priester, statt dem Volk Gottes zu dienen, ihre Stellung dazu benutzt haben, machtmissbräuchlich zu handeln.

An diesem Sonntag, den 24. Nov. feiern wir das Fest Christkönig. Der Königstitel ist sehr mit Macht und Autorität verbunden. Im Blick auf Jesus Christus kann uns dieses Fest aufzeigen, wie in den Augen Gottes wahre Autorität zu verstehen ist. Wenn Autorität darauf aufbaut, den anderen kontrollieren zu müssen, ihn zu unterdrücken, damit man alles im Griff hat, damit man Anerkennung und Achtung bekommt, so ist diese Autorität sehr mit Angst und Unsicherheit behaftet und alles andere als souverän. Gottes Allmacht ist die Liebe. Eine Liebe, die so souverän ist, dass sie seine Geschöpfe ohne Angst in die Freiheit lässt. Diese Liebe achtet den Menschen in seiner Freiheit und Eigenständigkeit. In dieser Liebe liegt nun gerade die Kraft der bedingungslosen Annahme des anderen, so dass dieser auf das Angebot der Liebe eine freie Antwort in rückschenkender Liebe geben kann. Jesus Christus hat uns diese Macht der Liebe am Kreuz gezeigt. Öffnen wir uns in unserem Leben immer wieder aufs Neue dafür und wagen wir es immer wieder, in den vielfältigen Herausforderungen des Alltags in unserer gottgeschenkten Freiheit gegenseitig eine adäquate Antwort der Liebe zu geben.

Pater Daniel-Maria Brun

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