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Gottesdienstordnung

Pfarrer Hubertus Rath

Liebe Schwestern und Brüder,

als ich ab Januar auf unbestimmte Zeit in der Klinik in Rottweil war, Pastor Josef Machalke verstarb und Pater Georg Becher im April aus dem Dienst schied, haben meine Kollegen aufgrund der besonderen Umstände die Vorabendmesse in St. Peter und Paul auf unbestimmte Zeit ausfallen lassen, und Sie haben diese Entscheidung mitgetragen. Dafür danke ich Ihnen.

Nun bin ich seit geraumer Zeit wieder im Dienst, und ab Oktober übernimmt Pater Thomas Bucher die Stelle von Pater Georg Becher. Damit sind wir bei der üblichen Personalstärke angelangt und könnten diese Vorabendmesse wieder einführen. Das aber möchte ich nicht tun.

Einige haben sicherlich schon vermutet: Was einmal weg ist aus dem Angebot, bleibt weg. Aber ich möchte nicht stillschweigend aus einer vorübergehend angekündigten Entscheidung eine dauernde machen, sondern möchte Ihnen meine Gründe dafür benennen.

Das gottesdienstliche Angebot in einem Pastoralverbund oder einer einzelnen Gemeinde ist nicht nur eine Frage der Personalstärke, sondern auch eine Frage der Teilnehmerstärke. Wir haben große Kirchen, aber die Größe wird nur noch an besonderen Feiertagen gebraucht. Das betrifft nicht nur St. Peter und Paul, sondern alle Kirchen in unserem Pastoralverbund. Und es ist, glaube ich, nicht nur aus unserer Sicht, also von vorne, deprimierend, über leere Kirchenbänke hinwegzugucken, sondern auch umgekehrt für Sie mit Blick auf den Altar. Mit jedem zusätzlichen Gottesdienst verstärken wir diesen deprimierenden Eindruck.

In Bad Driburg feiern wir derzeit an einem Sonntag vier Gottesdienste in den Pfarrkirchen und drei Gottesdienste in den Kapellen im Krankenhaus, im Dreifaltigkeitskloster und bei der Gemeinschaft der Seligpreisungen. Keinen dieser Gottesdienste kann man als sehr gut gefüllt bezeichnen, ausser vielleicht den bei den Seligpreisungen, aber das liegt an der Größe der Kapelle. Mein Eindruck seit meiner Rückkehr ist, dass die Vorabendmesse in der Südstadt, die Messe im Krankenhaus und die Sonntagsabendmesse in St. Peter und Paul besser besucht sind, als vorher und das möchte ich gerne beibehalten.

Seit der ersten Pastoralverbundsbildung gibt es in den umliegenden Ortschaften nur noch eine Messe in jeder Pfarrei. In den sogenannten „Norddörfern“ wurde ein rotierendes Gottesdienstzeitsystem eingeführt, damit in jeder Kirche mal Vorabend-, mal Früh- und mal um 10.30 Uhr Gottesdienst ist, in den „Süddörfern“ ein festes Gottesdienstzeitenmodell. Seitdem verstärken auch viele Gottesdienstbesucher aus den umliegenden Ortschaften die Gottesdienste in der Kernstadt. Ich bin der Meinung, dass wir jede Gelegenheit wahrnehmen sollten, die uns stärker zusammenrücken lässt, als durch Gewohnheit im Laufe der Zeit zu vereinzeln. Ein besser besuchter Gottesdienst hilft jedem einzelnen Christen mehr, als zwei schlechter besuchte. Auch das ist eine Erfahrung aus den umliegenden Ortschaften.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis und auch auf positive Resonanz.

Herzliche Grüße, ihr Pfarrer
H. Rath

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