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„Haltestelle“: Los geht´s!

Krankenhauspfarrer
Edgar Zoor


Sie ist also nun wirklich am 30. August eröffnet worden: die „Haltestelle“ am Hellweg 2 in Bad Driburg. Nach zwei Wochen können wir nun im Rückblick sagen, dass das Team der „Haltestelle“ überrascht war, dass rund 100 Mitfeiernde den Weg zur Eröffnungsfeier und dem vorher stattfindenden offenen Singen  gefunden haben.

Auch dann, wenn im Vorfeld immer wieder hier im Pfarrbrief oder auch in den Lokalnachrichten über die „Haltestelle“ informiert wurde, ist für Viele immer noch nicht so ganz klar, welchen Sinn dieses Angebot in unserem Pastoralen Raum Bad Driburg haben soll. Pfarrer Hubertus Rath hat in seiner Ansprache zur Eröffnung hier noch einmal einen deutlichen Akzent der Erklärung gesetzt: Es geht um eine neue Form der Kommunikation miteinander und mit Gott. In den Räumen der Haltestelle gibt es kein „oben“ und „unten“ wie es seit Jahrhunderten in der klassischen Innenarchitektur einer Kirche zu finden ist.

Sowohl im „Raum des Gebetes“ wie auch im „Raum der Begegnung“ findet alles auf derselben Ebene statt. Diese scheinbare Nebensächlichkeit ist nur auf den ersten Blick unwichtig. Beim genaueren Hinsehen kann hier aber ein wesentlicher Aspekt der Haltestelle erkannt werden: Es soll in einem Miteinander auf gleicher Ebene versucht werden, durch die verschiedenen Angebote Menschen die Nähe Gottes spüren zu lassen, von dem sie vielleicht nur gelernt haben, dass er „hoch oben“ thront, aber dass er nicht einer von uns geworden ist. Ich kann in meinem Leben aber nur in dem Halt finden, was ich für mich selbst auch als greifbar, also in greifbarer Nähe erfahre. Die Nähe der Haltestelle zum „profanen“ Leben der Menschen in der Innenstadt Bad Driburgs ist aus diesem Grund bewusst so gesucht worden.

Eröffnungsfeier (Foto: W. Gallus)

Dabei kann die Haltestelle jetzt nur wirklich lebendig werden und bleiben, wenn möglichst Viele ihre Fähigkeiten einbringen werden. Dabei braucht es keine theologische Bildung oder soziologisch reflektierte Leitungserfahrung. Es braucht nur die Bereitschaft, sich als Christin/als Christ in auf das Geheimnis einzulassen, dass Gott Jedem und Jeder von uns Gaben schenkt, damit sie anderen nützen. Wenn Sie also beim Lesen dieser Zeilen denken: „Ich würde mich auch gerne in der Haltestelle engagieren, aber ich kann doch keine Gebetsgruppe leiten oder so etwas ähnliches …. !“ – dann lassen Sie sich nicht durch sich selbst entmutigen. Ich lade Sie vielmehr ein, jemanden aus dem Leitungsteam (s. Flyer in den Kirchen) oder mich direkt anzusprechen. Vielleicht können Sie ja in den nächsten Tagen mal in sich selbst „Halt machen“.


E. Zoor, Krankenhauspfarrer

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