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Heilig's Blechle!

Diakon David F. Sonntag

Liebe Mitchristen!
Liebe Schwestern und Brüder!

In den vergangenen Wochen haben wir an den verschiedenen Gedenk- und Festtagen vielen verschiedenen Heiligen gedacht. In lebhafter Erinnerung ist mir vor allem die Prozession zum Fest der Kirchenpatrone Peter und Paul in Bad Driburg, aber auch in Neuenheerse und anderswo im Pastoralverbund sind die Feste der Kirchenpatrone gefeiert worden. Auf Grund der Nähe unserer Region zu unserer Bistumshauptstadt Paderborn sind die Veranstaltungen der Liborifestwoche sicherlich vielen von uns in Erinnerung. Trotz aller Feierlaune und volkskirchlicher Frömmigkeit, die diese Heiligenfeste umgibt, ist doch vielen der Begriff der Heiligkeit und die Heiligen selbst recht fern. Was bedeutet es denn überhaupt, wenn wir einen verstorbenen Menschen als heilig verehren oder der Papst in Rom einen Menschen heilig spricht?

Heilige sind von Beginn der Christenheit an Menschen, die mit Vorbildcharakter ihr Leben als Christen gelebt haben. Diese waren in den Frühzeiten der Kirche ausschließlich Märtyrer, also Gläubige, die auf Grund ihrer Bekenntnistreue zu Christus ihr Leben lassen mussten. Die frühesten Kirchen waren über den Gräbern von Märtyrern erbaut; als bestes Beispiel dafür steht der Petersdom in Rom, dessen Vorgängerbau schon an dieser Stelle über dem Grab des Hl. Petrus stand. Später dann wurden auch Menschen als heilig verehrt, die ihr Leben zwar nicht für den Glauben an Christus gegeben, aber im Besonderen seiner Lehre und seiner Kirche gewidmet hatten. Diese werden als Bekennerheilige verehrt. Kriterium dafür, ob ein Verstorbener als Heiliger verehrt werden kann ist, dass er in seinem Leben ein besonderes Vorbild im Glauben war und, und dies ist für die offizielle Feststellung des Tugendgrads der  Heiligkeit besonders wichtig, dass der Verstorbene im Himmel ganz nah bei Gott ist. Als ein Gradmesser dafür wird ein anerkanntes Wunder verlangt, dass durch die Anrufung um Fürsprache bei Gott durch den Verstorbenen geschehen ist. Die eigentliche Heiligsprechung durch die Kirche ist dann nur eine Feststellung: ja, dieser Verstorbene darf jetzt überall auf der Welt als ein Heiliger Mensch und Vorbild im Glauben verehrt und angerufen werden.

Also nicht der Papst legt fest, wer heilig ist, sondern Gott selbst obliegt es. Heilige, vor allem unsere Namenspatrone, sind Vorbilder für uns, weil sie das Ziel des Glaubens, der Sinn unseres von Gott geschenkten Lebens schon errungen haben: Heilig sein. Denn auch wir sind in der Taufe dazu berufen, unser Leben nicht in Mittelmäßigkeit und Dahinlebens zu verbringen, sondern immer wieder neu Vollkommenheit anzustreben, uns der lebendigen Präsenz Gottes in unseren Streben und Leben bewusst zu sein und in seinen Geboten unser Dasein in dieser kurzen Spanne Zeit, die uns geschenkt ist, zu verbringen. Heilig werden, das ist das Ziel des Gläubigen, also hier schon so zu leben, dass das Leben auf Erden eine Vorbereitung auf das ewige Leben von Gottes Angesicht wird.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

für diese Wochen wünsche ich Ihnen die Gnade, Gottes Wirken in Ihrem Leben zu erfahren. Ich wünsche Ihnen den Mut und den festen Glauben an IHN, so dass sie in ihrem ganz konkreten Handeln, Denken und Fühlen auf seinen Ruf antworten können. Und ich wünsche Ihnen und auch mir, dass dies alles uns zum Heile und Gott zur höheren Ehre gereicht!

 

Herzlichst,

Ihr Diakon David F. Sonntag

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