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Pfarrnachrichten:

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Herzlichen Dank

Gemeindereferentin
Bilinda Jungblut

In meinen 36 Berufsjahren erlebte ich zahlreiche engagierte Menschen, die am Reich Gottes vor Ort mitbauten.

Mit vielen verschiedenen MitarbeiterInnen in der Südstadtpfarrei "Zum verklärten Christus", in den Pfarreien St. Saturnina, Neuenheerse und St. Urbanus, Herste und in den 1990ziger Jahren in den Pfarreien Mariä Himmelfahrt, Pömbsen und St. Peter und Paul, Gehrden habe ich zusammengear-beitet und durchweg recht positive Erfahrungen gemacht. Stellvertretend für alle Mitarbeiterkreise möchte ich an dieser Stelle ein paar herausgreifen, ohne die anderen zu vergessen.

In meinen Anfangsjahren gehörte die Jugendarbeit zu meinem Aufgabenbereich. In der Südstadt lernte ich eine große Schar Jugendlicher, aber auch einige Eltern kennen, die mit viel Phantasie und Schwung Kinder- und Jugendarbeit auf die Beine stellten. Es gab z.T. 12 - 14 Gruppen und daneben noch offene Jugendarbeit. Die Jugend entwickelte eigene Ziele und Wege und setzte sich immer wieder darüber mit dem Pfarrgemeinderat auseinander.

Gern denke ich auch an die 10 Jahre, in der ca. 25 bis 30 jugendliche und erwachsene MitarbeiterInnen bereit waren, mit mir die Kinderferienwoche mit 120 - 140 Kindern in den Sommerferien zu planen und durchzuführen oder später auch die Kinderbibelwochen.

Vier junge Damen aus der Südstadt motivierte die Jugendarbeit in dieser Zeit so, dass sie den Beruf der Gemeindereferentin wählten.

Viele Eltern - meistens Mütter, aber auch immer wieder mal ein Vater - haben sich in den verschiedenen Gemeinden in die Sakramentenvorbereitung einbinden lassen und dadurch gezeigt, dass der Glaube an Jesus Christus ihr eigenes Leben trägt und sie mit viel Liebe und Engagement den Kindern Inhalte der christlichen Botschaft weitergeben möchten. Ich erinnere mich gern an manches interessante Gespräch, das sich während eines Elternabends, eines Katechetentreffs oder so zwischendurch z. B. beim Einkaufen entwickelte.

In der Südstadt habe ich von Anfang an einen ganz lebendigen und kreativen Familienliturgiekreis erlebt. Die Mitglieder wechselten schon mal, aber meist erst nach vielen Jahren, so dass Kontinuität über lange Zeit erhalten blieb. Themen mit aktuellem Bezug (z.B. 2004 Olympiade), jahreszeitliche Themen (wie Heiligenfeste oder Adventszeit) oder auch Themenreihen jeweils für ein Jahr (z.B. Paulus) wurden mit viel Phantasie sorgfältig kindgemäß vorbereitet. Neben den Mitgliedern des Liturgiekreises waren immer noch weitere Personen bereit, sich mit ihren Fähigkeiten zum Gelingen der Gottesdienste einzubringen, z.B. als Darsteller in einem Rollenspiel, beim Herstellen bestimmter Requisiten oder bei der Steuerung technischer Vorgänge. Hervorragend musikalisch umrahmt und begleitet wurden diese Familiengottesdienste von einer eigens dafür gegründeten Musikgruppe. Heute übernimmt die Gruppe Crescendo diesen Dienst. Jeder Familiengottesdienst war ein Unikat, keiner wurde in den 36 Jahren wiederholt.

Der Asylkreis, im September 1982 ins Leben gerufen, hatte schwierige Aufgaben zu bewältigen. Da gab es die Flüchtlinge aus aller Herren Länder - Anfang der 1990ziger Jahre aus 36 Nationen - mit dem Hintergrund einer meist dramatischen Verfolgung im Heimatland, mit ihrer je eigenen Kultur, ihren Ängsten, Sorgen und ihrer Hoffnung auf Sicherheit und Bleiberecht in unserem Land. Außerdem hatten die MitarbeiterInnen die Zusammenarbeit oder Auseinandersetzung mit den Behörden hier vor Ort zu gestalten bzw. zu bewältigen. Es bedurfte seitens der Mitglieder des Asylkreises in ganz vielen Fällen schon enormen Mutes, Diplomatie und Einsatzkraft, sich all den anfallenden Problemen zu stellen.

Der Pastoralverbund Bad Driburg darf sich glücklich schätzen, dass acht Frauen - leider ist Frau Margret Thiel verstorben - sich zu Wortgottesfeier-Leiterinnen ausbilden ließen und sehr ansprechende Wortgottesdienste anbieten. Es macht immer wieder Freude, mitzuerleben, mit wie viel Kreativität und Kompetenz diese Frauen die Gottesdienste formen und feiern. Lebensnah und zeitgemäß motivieren sie die Mitfeiernden Gottes Wort in ihren Alltag zu integrieren.

Über ein Dutzend Pfarrgemeinderäte (PGR) habe ich in den verschiedenen Gemeinden erlebt und mit ihnen zusammengearbeitet. In der Regel traf ich hier Frauen und Männer, denen der Glaube und das Gemeindeleben am Herzen lagen. Viele Stunden setzten sie sich für die Belange ihrer Pfarrei ein, kümmerten sich um das Gelingen der verschiedenen Veranstaltungen und förderten das Miteinander. Für viele PGR´s gehörte ein Klausurtag, um ihre Arbeit zu überdenken oder neu zu planen, selbstverständlich dazu. Mich hat die Einsatzkraft in diesem Gremium oft sehr beeindruckt.

Heute möchte ich allen MitarbeiterInnen und allen Gemeindemitgliedern ein ganz herzliches, dickes Dankeschön sagen

  • für das Vertrauen und das Zutrauen, das Sie / Ihr mir entgegengebracht haben/habt.
  • für die Anerkennung und die tatkräftige Unterstützung, die Begeisterung und das Engagement so vieler Personen über diese lange Wegstrecke hinweg. Ohne Sie / Euch hätte ich meine Arbeit nicht tun können.
  • für die Freude mit Ihnen / Euch Christi Gemeinde hier vor Ort kreativ mitgestalten zu können.
  • für Ihr / Euer Gebet, das mich begleitet hat und mich sicherlich auch weiter begleiten wird.
  • für die vielen Begegnungen und persönlichen Gespräche, die mein Leben reicher und farbiger werden ließen.
  • für das Stück Heimat, das ich hier in Bad Driburg gefunden habe.

Ich wünsche Ihnen und Euch alles Gute für die Zukunft,  jeden Tag frohe Momente, in denen Sie spüren / Ihr spürt, wie wertvoll Sie sind / Ihr seid
und eine ganz tiefe, unerschütterliche Erkenntnis, jederzeit in Gott geborgen zu sein.

Ihre / Eure
Bilinda Jungblut

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