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Hoffentlich…

Pater Thomas Bucher

wird es schönes Wetter! Hoffentlich kommt der Zug pünktlich. Hoffentlich gibt es keinen Stau, keinen Unfall…!

Auf vieles hoffen wir alltäglich. Oft geht dann wirklich auch alles gut und wir haben einen Grund zur Dankbarkeit!

Manchmal werden unsere Hoffnungen aber auch enttäuscht. Können wir vielleicht auch sagen „durchkreuzt“? Jedenfalls ist es nicht immer leicht mit solchen Enttäuschungen fertig zu werden, z.B. wenn ein geplanter, schöner Urlaub wegen Krankheit entfallen muss, oder noch viel schwerer: wenn ein geliebter Mensch plötzlich stirbt. Was ist dagegen dann schon schlechtes Wetter oder ein Stau auf der Autobahn? Was kann uns dann tragen, Kraft geben, Hoffnung geben?

Sicher erleichtert so manches tröstende, mitfühlende Wort das Herz. Oder die Schönheit der Natur oder das Lachen eines Kindes etc. bringen etwas Freude zurück ins Leben. Aber eigentlich brauchen wir auch eine Hoffnung, die über das Irdische hinausgeht. Eine Hoffnung auf das ewige Leben, auf ein „Wiedersehen“. Wir brauchen die Hoffnung auf Gott als liebenden Vater, der seine Kinder nicht im Stich lässt! Jesus Christus schenkt uns diese Hoffnung, wenn er sagt: „Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“ (Joh 14,1b.2) Oder auch, wenn er sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11,28).

Das Wort Gottes und Christus, als das fleischgewordene Wort Gottes, sind Quelle des Lichtes, des Lebens und der Hoffnung!

Dabei ist die christliche Hoffnung keine billige Vertröstung auf das Jenseits, sondern schon jetzt, in diesem Leben, ist die Gegenwart Christi und seine Liebe immer wieder erfahrbar. Er kann unsere Herzen immer wieder neu entzünden zu dieser Hoffnung, die uns nicht zugrunde gehen lässt.

Oft setzen wir unsere Hoffnung aber alleine auf unsere irdischen Möglichkeiten: auf unsere Gesundheit, auf die Technik, die medizinische Kunst, Geld und Vermögen, wirtschaftlichen Erfolg usw..

Alles schön und gut, aber greift das nicht zu kurz? Wenn wir nicht das Ganze im Blick haben, wenn wir nicht auch Gott in den Blick nehmen und in unser Leben aufnehmen, dann können wir einmal mit leeren Händen und ziemlich hoffnungslos dastehen. Wir brauchen eine „lebendige Hoffnung“, wir brauchen Gott, von dem alles Leben kommt und der Leben gibt!

Wir sind frei, Gott zu wählen und den Sinn des Lebens in der Gemeinschaft mit Ihm zu finden. Er ruft uns durch Jesus Christus in eine Beziehung der Kindschaft und Freundschaft mit Ihm. Er schenkt Leben in Fülle, wie Er es in der Auferstehung Jesu Christi erwiesen hat.

Die Hoffnung auf Gott und der Glaube an Ihn – das gehört zusammen – geben uns dann auch  Kraft für die Gestaltung des Lebens nach seinem Willen. Sie geben Kraft zum Einsatz für das Leben, für die Familie, für die Armen… Sie geben Ausdauer im Guten, auch wenn nach außen hin alles hoffnungslos erscheint. Die Hoffnung gibt unserem Gebet den Atem und dem Leben die Kraft und Freude.

Diese lebendige Hoffnung, die unser Leben trägt, wünsche ich Ihnen!
Ihr P. Thomas Bucher

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