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Ich stehe an deiner Krippe hier

Pater Norbert Wientzek

Wieder feiern wir Weihnachten. Und für die Kinder ist es eine lange Zeit seit dem letzten Weihnachtsfest gewesen. Sie freuen sich wieder auf Geschenke von ihren Lieben, und hoffentlich werden sie im Laufe der Zeit mit dem Spruch von Antoine de Saint Exupery einverstanden sein: „Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte“.

Es ist besonders für Eltern mit sehr begrenzten finanziellen Möglichkeiten nicht einfach, zufriedenstellende Geschenke zu besorgen. Worüber aber freuen sich an Weihnachten Menschen, die gar nichts haben und ihren lieben Kindern keine Geschenke machen können (auch die Kinder ihren Eltern und Großeltern nicht)? Weshalb sollen wir uns eigentlich freuen, was ist die Seele von Weihnachten? Im Brief des Apostels Paulus an Titus finden wir eine einfache und kurze Antwort darauf:

„Erschienen ist die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes.“

Gott kommt zu uns mit anderen Maßstäben, als wir es gewohnt sind. Er kommt nicht in einem Palast oder einer großen Villa auf die Welt. Für ihn zählen nicht Besitz und Konsum, die oft unser Leben bestimmen. Er kommt als Armer in die Welt, und als solcher geht er auch seinen irdischen Weg. In seinem ganzen Leben schenkt er den Armen und Ausgestoßenen besondere Aufmerksamkeit, ohne dabei die Einladungen der Gelehrten und Geachteten abzulehnen.

Wir neigen dazu, unsere Macht auszuspielen und andere einzuschüchtern. Jesus hat seine Macht für andere eingesetzt, ohne sie zu missbrauchen oder für sich selbst zu benutzen. Noch am Kreuz wurde er von den Soldaten und einem der  Schächer dazu aufgefordert. Er lehnte es ab.

Seine Taten dienten der Versöhnung zwischen Gott und den Menschen und den Menschen untereinander. Sogar für unsere Feinde sollen wir beten und immer bereit sein, zu vergeben.

Das größte, unbezahlbare Geschenk an Weihnachten ist also Gott selbst, der Mensch wurde. Dieses Geschenk kann jeder empfangen, allerdings unter einer Bedingung, die eine bekannte Geschichte erzählt:

"Wo wohnt Gott?" Mit dieser Frage überraschte der Kozker Rabbi einige gelehrte Männer, die bei ihm zu Gast waren. Sie lachten über ihn: "Wie redet ihr! Ist doch die Welt von seiner Herrlichkeit voll!" Er aber beantwortete die eigene Frage: "Gott wohnt, wo man ihn einlässt" (Martin Buber).

Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht im Namen des gesamten Pastoralteams
P. Norbert Wientzek SVD

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