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Jahr des Glaubens

Pater Norbert Wientzek

Seit dem 11. Oktober begehen wir in der katholischen Kirche das Jahr des Glaubens, das durch das apostolische Schreiben „Porta fidei“ von Papst Benedikt XVI ausgerufen wurde. Es sind schon 3 Monate vergangen, und die Gefahr besteht, das Anliegen zu vergessen.

Worum geht es in dem „Jahr des Glaubens“?

„Wir müssen wieder Geschmack finden, uns vom durch die Kirche treu überlieferten Wort Gottes und vom Brot des Lebens zu nähren – Gaben, die allen zu Stärkung angeboten werden, die seine Jünger sind“ (Porta fidei 2).

Das Datum 11. Oktober ist bekanntlich der Tag der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren. Weniger wird gedacht an das zwanzigjährige Jubiläum der Veröffentlichung des Katechismus der Katholischen Kirche, der mit dem Ziel veröffentlicht wurde, „allen Gläubigen die Kraft und die Schönheit des Glaubens vor Augen zu führen“.

In den verschiedenen Mittwochkatechesen des Papstes kommt natürlich der Glaube als Thema vor. Dabei werden auch Stellen aus den Texten des Konzils und des Katechismus der Katholischen Kirche zitiert.

Was sagt Benedikt über den Glauben?

Der Glaube ist nicht einfach nur eine verstandesgemäße Annahme besonderer Wahrheiten über Gott durch den Menschen; er ist ein Akt, durch den ich mich freiwillig einem Gott anvertraue, der Vater ist und der mich liebt, er ist die Zustimmung zu einem „Du“, das mir Hoffnung und Vertrauen schenkt. Diese Zustimmung zu Gott ist natürlich nicht ohne Inhalte: durch sie sind wir uns bewusst, dass Gott selbst sich uns in Christus gezeigt hat, sein Antlitz offenbart hat und wirklich zu einem jeden von uns gekommen ist. Ja, Gott hat offenbart, dass seine Liebe zum Menschen, zu einem jeden von uns, maßlos ist: Am Kreuz zeigt uns Jesus von Nazaret, der menschgewordene Gottessohn, in strahlend heller Weise, bis wohin diese Liebe reicht: bis zur Selbsthingabe, bis zum vollkommenen Opfer.

Durch das Geheimnis des Todes und der Auferstehung Christi kommt Gott bis ins Tiefste unserer Menschennatur herab, um sie wieder zu sich zu bringen, um sie in seine Höhe zu erheben. Glaube bedeutet, an diese Liebe Gottes zu glauben, die angesichts der Bosheit des Menschen, angesichts des Bösen und des Todes nicht weniger, sondern fähig ist, jede Form der Knechtschaft zu verwandeln und das Heilsangebot zu schenken….

Ich denke, wir sollten - in unserem täglichen Leben, das von zuweilen dramatischen Problemen und Situationen geprägt ist – öfter darüber nachdenken, dass christlich glauben bedeutet, mich vertrauensvoll dem tiefen Sinn zu überlassen, der mich und die Welt trägt, jenem Sinn, den wir uns nicht selbst geben, sondern nur als Geschenk empfangen können und der das Fundament ist auf dem wir furchtlos leben können“ (Generalaudienz am 24.10.2012)

Ein fruchtreiches Nachdenken über den eigenen Glauben wünscht Ihnen allen

P. Norbert Wientzek svd

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