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Kirche und Internet

P. Norbert Wientzek SVD

Unter diesem Titel hat „der Päpstliche Rat für die sozialen Kommunikationsmittel“ vor einigen Jahren ein Dokument herausgegeben, wo es um den Umgang mit dem relativ neuen Kommunikationsmittel Internet geht – ich denke, es hat an Aktualität nicht verloren.

Das Internet wird in die Reihe der verschiedenen Medien gestellt, die schon von Papst Pius XII (damals natürlich noch ohne das Internet) als „Geschenk Gottes“ bezeichnet wurden, „Weil sie nach dem Ratschluss der göttlichen Vorsehung die Menschen brüderlich verbinden, damit diese im Heilswerk Gottes mitwirken“.

Für die Benutzung des Internets durch die Kirche werden Zitate von Paul VI und Johannes Paul II verwendet. Paul VI sagte, dass die Kirche „vor dem Herrn schuldig würde, wenn sie es unterließe, die Medien für die Evangelisierung zu benutzen.“

Papst Johannes Paul II. nannte die Medien den „ersten Areopag der neuen Zeit“ und erklärte, dass „es nicht genügt, sie nur zur Verbreitung der christlichen Botschaft und der Lehre der Kirche zu benutzen; sondern die Botschaft selbst muss in diese  von der modernen Kommunikation geschaffene „neue Kultur“ integriert werden.

Was sind die Chancen und Herausforderungen?

Die Medien bieten aus einer religiösen Perspektive heraus wichtige Vorteile:

„Sie bringen Nachrichten und Informationen über religiöse Ereignisse, Ideen und Persönlichkeiten; sie sind Instrumente der Glaubensverkündigung und Katechese.

Tagaus, tagein bieten sie den Menschen, die in ihren Häusern oder in Heimen eingeschlossen sind, Anregung, Ermutigung und Gelegenheit zum Gottesdienst.“

Das Internet bietet den Menschen einen direkten und ummittelbaren Zugang zu wichtigen religiösen und geistlichen Quellen – große  Bibliotheken, Museen und Kultstätten, die Dokumente des Lehramtes, die Schriften der Kirchenväter und Kirchenlehrer und die religiöse Weisheit der Jahrhunderte.

Das Internet hat die Fähigkeit, Distanz und Isolation zu überwinden und die Menschen mit gleichgesinnten Personen guten Willens in Kontakt zu bringen, die sich in virtuellen Glaubensgemeinschaften zusammenschließen, um sich gegenseitig zu ermutigen und zu unterstützen.

Die Kirche kann Katholiken und Nichtkatholiken durch die Auswahl und Vermittlung nützlicher Information in diesem Medium einen wichtigen Dienst leisten.

Das Internet hat für viele Aktivitäten und Programme der Kirche eine Bedeutung – Evangelisierung, die beides einschließt, die RE-Evangelisierung und die Neu-Evangelisierung, die traditionelle Missionsarbeit ad gentes, Katechese und andere Arten der Erziehung, Nachrichten und Information, Apologetik, Leitung und Verwaltung und einige Formen der pastoralen Begleitung und der geistlichen Leitung.

Es gibt aber auch Probleme, die durch Internet entstanden sind:

 

  • das Vorhandensein von Hass-Web-Seiten, die darauf zielen, religiöse und ethnische Gruppen zu diffamieren und anzugreifen (auch die katholische Kirche)
  • die Präsenz von Pornographie und Gewalt
  • ein Problem stellen auch die vielen Seiten, die sich katholisch nennen, die aber sich von der offiziellen Lehre der Kirche unterscheiden und deshalb zu Verwirrung und manchmal zur synkretistischen Frömmigkeitsformen führen die virtuelle Realität ist kein Ersatz für die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie, die sakramentale Realität der anderen Sakramente und den gemeinsamen Gottesdienst in einer menschlichen Gemeinschaft aus Fleisch und Blut. Es gibt keine Sakramente im Internet; und auch die religiöse Erfahrung, die hier dank der Gnade Gottes möglich ist, ist ungenügend, es fehlt die Beziehung zu anderen Gläubigen in der wirklichen Welt.

Das Dokument gibt auch verschiedene Empfehlungen aus, von denen ich besonders die an die Eltern unterstreichen möchte:

  • Unbeaufsichtigte Benutzung des Internets sollte nicht erlaubt sein Eltern und Kinder sollen über das sprechen, was sie im Internet sehen und erleben
  • die grundsätzliche Pflicht der Eltern besteht darin, den Kindern zu helfen, urteilsfähige und verantwortliche Nutzer und nicht Internetsüchtige zu werden, die den Kontakt mit Gleichaltrigen und der Natur vernachlässigen.

 

Mit besten Wünschen für die Ferienzeit und zu Benutzung des Internets:

 

P. Norbert Wientzek SVD

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