Sprungnavigation Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation; Direkt zur Servicenavigation; Übersicht zu dieser Seite; Kontakt aufnehmen;

 rahmen top

Pfarrnachrichten:

Aktuelle Ausgabe

Archiv

Kirchenchor verbindet
im gesungenen Gebet

Michaela Meiners

Liebe Mitglieder des Pastoralverbundes Bad Driburg!

Am 22. November war der Gedenktag der heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, und mit dem Advent beginnt eine Zeit, in der wieder vermehrt in den Familien gesungen wird. Als Vorsitzende des Kirchenchors „Cäcilia“ St. Peter und Paul Bad Driburg möchte ich dieses zum Anlass nehmen, Ihnen die Wichtigkeit der Musik und eines Kirchenchors in der Gemeinde zu veranschaulichen.

Musik ist eine der schönsten Gaben Gottes. Eine Gabe, die das ausdrücken kann, wofür eigene Worte fehlen, und die es sogar schafft, seelische Verstimmungen zu heilen. Der Gesang ist Teil dieser Gabe, und das Singen in der Gemeinschaft schafft eine Brücke zwischen den Menschen. Ganz besonders wird mir dieses im Kirchenchor deutlich, wenn sich mehrere in Ihrer Unterschiedlichkeit zunächst zur Mehrstimmigkeit und dann zu einem Musikstück verbinden.

Sie sagen jetzt vielleicht „Das findet auch in anderen Chören statt.“ Da stimme ich Ihnen zu, doch bei einem Kirchenchor ist der Gesang nicht nur Schmuck einer Veranstaltung, er ist nicht da, um Applaus zu empfangen (obwohl wir diesen gerne als Ihren Dank an uns annehmen).

Ein Kirchenchor ist Teil der Gemeinde und hat die Aufgabe Gott zu loben, zu danken, ihn um seine Hilfe zu bitten und auch sein Wort zu verkünden.

Vielleicht meinen Sie, das Singen des Kirchenchors ist dennoch eine Zurschaustellung unseres Könnens und unseres singenden Betens, wie die Zurschaustellung des Betens der „Heuchler“ in Matthäus 6,5, zumal der Kirchenchor anscheinend selten eine Messe mitgestaltet. Da muss ich Ihnen widersprechen, denn es kommt auf die innere Haltung an.

Gott gebührt es, unser Bestes in vielfältiger Weise zu geben. Dafür muss geprobt werden und erst, wenn wir überzeugt sind, dass wir ihm dieses geben können, können wir unserer Aufgabe als Kirchenchor gerecht werden. Das wäre nicht möglich, wenn wir zum Beispiel alle zwei Wochen singen würden.

Wir versuchen mit unseren Beiträgen, der Gemeinde eine Stimme zu geben und eine Brücke zwischen ihr und Gott zu schaffen. Jedem einzelnen Gottestdienstteilnehmer offenbart sich dabei die Möglichkeit mit den durch die Schönheit der Musik geweckten Gefühlen, sein Herz zu öffnen für Gott, sich voll auf das gesungene Wort einzulassen und dem Lob und Dank im Herzen einzustimmen. Hierin liegt für mich der Sinn der Worte des heiligen Augustinus „Wer singt, betet doppelt“. Das singende Gebet, erscheint nicht mehr nur als Glaube, sondern als Wahrheit und ergreift die Mitmenschen.

Und auch Jesu Anweisung „Du aber geh in Deine Kammer, wenn du betest, und verschließe die Tür“ (Matthäus 6,6) ist für mich damit erfüllt. Die Kammer ist Sinnbild für mein Herz, mein Inneres, und durch die Einbeziehung des Gefühls ist sie im Moment des Betens verschlossen für die Ablenkungen und Zweifel des Tages.

Mit all dem Gesagten ist der Kirchenchor ein Werkzeug zur Weitergabe und Stärkung des Glaubens, meines eigenen und der Gemeindemitglieder. Er lebt aber auch nur, wenn sich Menschen in und außerhalb der eigenen Gemeinde für ihn engagieren.

Daher möchte ich Sie einladen, daran teilzunehmen und in der Aufgabe des Kirchenchors ihre Aufgabe in der Gemeinde, im Pastoralverbund zu entdecken. Sprechen Sie mich, unsere Küsterin in St. Peter und Paul, Lioba Kappe, oder ein anderes Chormitglied an, um von uns zur Probe mitgenommen zu werden. Oder schauen Sie einfach so vorbei. Wir proben mittwochs abends ab 19:30 Uhr im Gemeindetreff St. Peter und Paul. Sie müssen nicht vorsingen, und eine sofortige Entscheidung, ob Sie Mitglied werden, ist nicht nötig. Wir freuen uns, wenn sie zunächst einige Male hineinschnuppern und sogar eine Messgestaltung durch den Kirchenchor aktiv miterleben. Ganz besonders jetzt, zur Advents- und Weihnachstzeit macht die Probenarbeit sehr viel Freude.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete, vom Singen erfüllte Adventszeit.

 

Mit herzlichem Sängergruß

Michaela Meiners

1. Vorsitzende
Kirchenchor „Cäcilia“ St. Peter und Paul Bad Driburg

10.594.938  Besucher seit 09.2009