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Leben nach Gottes Ordnung

Gemeindereferentin
Anne Frank

„Warum hat ihre Gemeinde einen katholischen Kindergarten?" lautete eine Frage bei einer Fortbildung zum Qualitätsmanagement, an dem zur Zeit der Südstadtkindergarten und der Kindergarten St. Peter und Paul aus unserem Pastoralverbund teilnehmen. Dieses Mal ging es um den Themenbereich Glauben und Kirche, zu dem auch Vertreter des Kirchenvorstandes und der Pfarrgemeinderäte eingeladen waren. Und auf einmal stand diese Frage im Raum: „Warum hat ihre Gemeinde einen katholischen Kindergarten?"

Und diese eine Frage wird nicht sofort beantwortet, sondern wirft im Gegenteil noch weiter Fragen auf: Weshalb ist uns eine katholische, eine christliche Erziehung unserer Kinder wichtig — andere Einrichtungen arbeiten schließlich nicht schlechter als wir? Wieso finden wir es gut, dass es in den Schulen vor Ort noch Religionsunterricht gibt und weshalb glauben wir Hauptamtlichen, dass es Sinn macht, wenn wir in den dritten und vierten Klassen der Grundschulen den Seelsorgeunterricht geben? Oder weshalb engagieren wir uns für und mit unseren Kindern bei der Kommunionvorbereitung und der Firmung, wo es doch zusätzliche Arbeit ist, manche Nerven kostet und eigentlich haben wir alle genug Termine, Events und Feste zu absolvieren?

Vielleicht, weil wir spüren, dass Gottes Ordnung eine gute Ordnung ist, die es zu erhalten gilt und dessen Werte wir weitergeben möchten: Die Achtung vor der Schöpfung und ihren Geschöpfen, die Achtung vor meinen Mitmenschen, egal, ob sie schon seit Generationen oder erst seit kurzem hier leben, egal, ob weiß oder mit anderer Hautfarbe.

Dann sind da noch die 10 Gebote, die uns Richtschnur und Halt im Leben sein können, denn so altmodisch das Wort Gebote auch klingt und so ungern wir freiheitsliebenden Menschen uns etwas gebieten lassen, so lohnt es doch, sie zu lesen und zu bedenken.

Und schließlich ist da noch das Neue Testament mit seinen Jesusgeschichten, die schon die Kleinsten im Kindergottesdienst oder in den Kindergärten erzählt bekommen. Erzählungen, die vom Heil und Heilwerden berichten, die zeigen, dass Hunger gestillt werden kann und dass Hoffnung da ist, wo sie verloren schien. Es sind Geschichten vom Scheitern und wieder Aufstehen, es sind Geschichten, in denen Gottes Gegenwart spürbar werden kann.

All das möchte ich an unsere Kinder weitergeben, weil ich glaube, dass es unserer Gesellschaft nur gut tun kann, ein wenig weg vom „Ich" und viel mehr hin zum „Wir" zu kommen.

- Und noch etwas, ich wünsche mir, dass sie spüren, da ist mehr in dieser Welt, als wir ahnen.

„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde,
Länder und Meere,
die Sonne, den Mond
und die Sterne am Himmel.
Und Gott schuf
Pflanzen und Tiere.
Alles was lebt auf der Erde,
schuf er.
Und Gott sah sein Werk an.
Es war alles sehr gut.

Zuletzt aber schuf Gott den Menschen.
Nach seinem Bild schuf er sie:
Mann und Frau.
Und Gott segnete die Menschen ....`

(aus der Neukirchner Etzählbibet, S. 12 — nach dem Buch Genesis)

 

Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Woche,

Ihre

Anne Frank

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