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Lebensnetz

Gemeindereferentin Anne Frank

Um diese Jahreszeit tauchen sie wieder auf, in Ecken und Nischen, an Fenstern und im Gebüsch, ja selbst am Fahrradlenker sind sie zu finden, die Spinnennetze. Kleine Wunderwerke, die in der Morgensonne mit Tau benetzt glitzern und am stürmischen Herbsttag dem Wind trotzen. Der Erbauerin dienen sie zum Überleben, den darin Gefangenen bringen sie den Tod.

Gleich dreimal knüpfte ich in der vergangenen Woche selbst mit an einem Netz: In der Tischgruppe, beim Familienwochenende in Hardehausen und innerhalb einer Abendveranstaltung zum Thema Vertrauen. Ein Netzt verbindet, zeigt, wie wichtig der oder die Einzelne für die Gemeinschaft ist, denn sobald einer loslässt wird es instabil. Es kann uns tragen und fangen, lässt Lücken zum hindurchschauen und Neues entdecken. Immer wieder kann ich an verschiedenen Stellen anknüpfen, bekommt mein Netz ein anderes Muster.

Mein bisheriges Lebensnetz ist sicher an vielen Stellen gerissen und wieder geflickt, mal hat der dann wieder ein andere mitgehalten. Und der Faden von oben, die Spinne, die ihn spinnt, was ist mit ihr? Hier hinkt der Vergleich, denn wenn das Band von oben, das mich hält und sich wie ein roter Faden durch mein Lebensnetz, manchmal deutlich sichtbar meistens unbemerkt hindurchschlängelt Gottes Faden ist, so stelle ich ihn mir nun nicht wie eine dicke Spinne vor, die nur darauf wartet mich aufzufressen. Vielmehr ist er es, der mich trägt und hält, in mir eine Sehnsucht weckt, die mich weitertreibt und eine Hoffnung auf Leben schenkt, die mich ruhig werden lässt. Mit Gott durchs Leben zu gehen ist heute längst nicht mehr selbstverständlich, doch ich bin froh, dass er an meinem Lebensnetz mitknüpft. Und Sie…?

 

Ihnen und Ihrer Familie eine gesegnete Woche,

Ihre Anne Frank

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