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Lourdes 2019

Pater Thomas Bucher

Lourdes ist ein weltweit bekannter Wallfahrtsort. Sicher waren auch viele von Ihnen schon dort. Ich hatte dieses Jahr die Gelegenheit eine Pilgerfahrt dorthin mitzumachen und möchte deshalb darüber schreiben.

Am 11. Februar 1858 begegnete der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous beim Holzsammeln nahe der Grotte Massabielle zum ersten Mal „eine weißgekleidete Frau“, die sie bis Juli insgesamt 18mal traf. Bernadette, deren Familie gesellschaftlich zu den Ärmsten abgestiegen war und die im ehemaligen Gefängnis der Stadt wohnte, wurde von der Dame „wie eine Person angesehen“, und nicht wie sozialer Abschaum. In den folgenden Erscheinungen rief die Frau zur Buße auf und zum Gebet für die Sünder. Schließlich sollte Bernadette aus einer Quelle trinken, die sie mit ihren Händen aber zuerst freilegen musste. Dann musste Bernadette dem Pfarrer eine Botschaft überbringen: „Sagen Sie den Priestern, dass man in Prozessionen hierher kommen und eine Kapelle bauen soll.“

Pfarrer Peyramale möchte den Namen der Dame wissen. Am 25. März 1858 bekommt Bernadette schließlich die Antwort: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“
Das Dogma von der „ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter“ war schon 1854 verkündet worden (Fest am 8. Dezember), aber davon konnte Bernadette nichts wissen. Noch weniger wäre sie auf die Formulierung gekommen „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“. Sie musste sich diese Worte einprägen, um sie nicht zu vergessen.

Gott rief  und ruft uns durch die Jungfrau Maria zu Buße und Umkehr auf, denn Er möchte uns sein Heil schenken. Die Kirche wird diese Erscheinungen später als echt anerkennen. So ist durch die Gnade Gottes, der sich besonders zu den Armen, den Kleinen, den Demütigen herabneigt und durch die Verfügbarkeit von Bernadette Soubirous einer der größten Wallfahrtsorte der Welt entstanden.

Ich war beeindruckt von der großen Schar der Rollstuhlfahrer und der Kranken, aber auch der freiwilligen Helfer, die sich durch die Kranken in den Dienst Gottes stellen.
Schön war es in den verschiedensten Anliegen an der Grotte zu beten oder, wegen des großen Andranges dort, auch mal von weiter entfernt mit dem Blick zur Grotte. Auch das Bad im Lourdes-Wasser hat sehr gut getan…

Anlass unserer Pilgerfahrt war die Priesterweihe von vier Brüdern meiner Gemeinschaft, der Gemeinschaft der Seligpreisungen, am 13. Juli in der Rosenkranzbasilika. Unter den Vieren war Br. Daniel Maria Brun, ein Schweizer, der zu unserem Haus in Bad Driburg gehört. Am Sonntag konnte er in Lourdes seine Primizmesse feiern, auf der Rückfahrt in Ars, am 21. Juli in St. Xaver…

Es war für uns ein sehr freudiges Ereignis. Nun sind wir in unserem Haus in Bad Driburg ein Priester mehr. Woanders ist der Priestermangel aber weit größer als bei uns. Deshalb werde ich ab Oktober neue Aufgaben übernehmen und P. Daniel Maria wird dann hier im Pastoralverbund Bad Driburg mitarbeiten. Ein wenig mehr über meinen zukünftigen Wirkungsort können Sie in den nächsten Pfarrnachrichten erfahren.

Herzliche Grüße
P. Thomas Bucher

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