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Mann und Frau

Pater Thomas Bucher

In zwei seiner zwanzig Katechesen über die Familie ging Papst Franziskus besonders auf den Unterschied der Geschlechter ein und ihre wechselseitige Entsprechung. Zu diesem immer aktuellen Thema möchte ich wieder den Papst zu Wort kommen lassen: „Zur Gottebenbildlichkeit des Menschen gehört auch der Unterschied der Geschlechter. Als Mann und Frau, aber auch als Paar ist der Mensch Abbild Gottes. Ohne die Erfahrung der Gegenseitigkeit von Mann und Frau kann der Mensch nicht harmonisch heranwachsen und nicht recht verstehen, was Mann- und Frausein bedeutet.“ Wenn die heutige Kultur neue Möglichkeiten eröffnet hat, um das Verständnis dieses Unterschieds zu vertiefen, so hat sie zugleich auch Zweifel und Skepsis gebracht. Der Papst stellt die Frage, „ob die Gender-Theorie oft nicht Ausdruck von Frustration und Resignation ist und den Unterschied der Geschlechter auslöschen will, weil sie nicht fähig ist, sich damit auseinanderzusetzen. Doch den Unterschied zu beseitigen, ist nicht die Lösung, sondern das Problem.“

Zwei Punkte scheinen dem Papst für unsere Zeit vordringlich: „Zum einen muss noch viel mehr für die Frau getan werden,um der Gegenseitigkeit von Männern und Frauen mehr Kraft zu verleihen. Der Umgang Christi mit den Frauen erhellt dabei den weiteren Weg, der mit Kreativität und Kühnheit beschritten werden muss. Zum anderen müssen wir über den Zusammenhang zwischen der allgemeinen Krise des Gottesvertrauens und der Krise der Verbindung von Mann und Frau nachdenken. Der Verlust des Vertrauens in Gott schafft Konflikt und Spaltung zwischen Mann und Frau. Von daher ist es wichtig, die Schönheit des Schöpfungsplans, der die Gottebenbildlichkeit auch in den Bund von Mann und Frau einschreibt, wieder zu entdecken.“ (Zitate aus der offiziellen Zusammenfassung der Katechese vom 15.April 2015).

Auch in seiner neuen Enzyklika „Laudato si“ geht der Papst auf die Geschlechtlichkeit des Menschen ein. Im Abschnitt 155 greift er dabei ein Wort von Papst Benedikt XVI auf, der davon sprach, dass es auch eine „Ökologie des Menschen“ gibt, denn „auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann.“ Da der Körper uns in eine direkte Beziehung zur Umwelt und den anderen Lebewesen stellt, ist das Akzeptieren des eigenen Körpers als Gabe Gottes notwendig, „um die ganze Welt als Geschenk des himmlischen Vaters und als gemeinsames Haus zu empfangen und zu akzeptieren, während eine Logik der Herrschaft über den eigenen Körper sich in eine manchmal subtile Herrschaft über die Schöpfung verwandelt…. Ebenso ist die Wertschätzung des eigenen Körpers in seiner Weiblichkeit oder Männlichkeit notwendig, um in der Begegnung mit dem anderen Geschlecht sich selbst zu erkennen. Auf diese Weise ist es möglich, freudig die besondere Gabe des anderen oder der anderen als Werk Gottes des Schöpfers anzunehmen und sich gegenseitig zu bereichern.“

Kurz zusammengefasst: Die Unterschiede der Geschlechter bereichern! Es gilt sie wertzuschätzen!

P. Thomas Bucher cb

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