Sprungnavigation Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation; Direkt zur Servicenavigation; Übersicht zu dieser Seite; Kontakt aufnehmen;

 rahmen top

Pfarrnachrichten:

Aktuelle Ausgabe

Archiv

Mögen Sie Mathe?

Krankenhauspfarrer
Edgar Zoor

Ab der 9. Klasse fand ich als Schüler dieses Fach irgendwie überflüssig. Längst hatte ich für mich geklärt, dass ich das Nötigste von der Mathematik begriffen hatte, um in meiner Zukunft im alltäglichen Leben klar zu kommen. Was dann bis kurz vor dem Abitur noch in Mathe kam, war für mich eigentlich nur noch Denkakrobatik, die mich hin und wieder auch ordentlich auf die sprichwörtliche Nase fallen ließ.

Vielleicht haben diese Erfahrungen auch dafür gesorgt, dass ich bis vor Kurzem  es niemals für möglich gehalten hätte, dass Weihnachten etwas mit mathematischen Formeln zu tun haben könnte.  Doch in den letzten Wochen ist mir etwas Eigentümliches aufgegangen, was ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

Diese Pfarrnachrichten führen uns ja in sehr geheimnisvolle Feiern hinein: „Gott wird Mensch im Stall von Bethlehem“ – sagen wir.  „Gott wird erst so richtig Mensch in der Familie in Nazareth“ – sagen wir auch. „Erst als Gott ganz Mensch geworden ist, erscheint die Herrlichkeit, die mit den drei Magiern der ganzen Welt aufgeleuchtet wird“ – das sagen wir auch gerne.  „Im Zulassen seiner Taufe durch Johannes wird dann endlich allen klar, dass Gott ganz Mensch geworden ist“ – verkünden wir getröstet am Ende der Weihnachtszeit. Aber kann man diese geheimnisvollen Feste erklären? Geheimnisse sind nicht erklärbar, aber wenn wir sie feiern, dann klärt sich manches in unserem Leben. Vielleicht mit folgender simplen mathematischen Beobachtung:

Wenn wir unsere Beziehungen in dieser Welt mit einem Symbol beschreiben müssten, dann kann das ein einfacher Strich sein:

Damit ist unsere Verbindung zu all den Dingen und den Menschen dieser Welt beschrieben. Doch dieses Zeichen ist in der Mathematik das Symbol für das nicht Vollendete, für das Negative. Erst dann, wenn genau in der Mitte von oben nach unten oder von unten nach oben im rechten Winkel ein weiterer Strich gezogen wird, wird es gewandelt:

Unser Leben wird ins Positive gewandelt, wenn wir uns in den zentralen Bereichen unseres Lebens von Dem durchkreuzen lassen, der herabgestiegen ist zu uns Menschen: von Gott in seinem Sohn Jesus Christus und wenn wir in der Gegenrichtung bereit sind, unser Leben immer wieder mit ihm zu verbinden.

Mathe kann eine ganz schön fromme Angelegenheit sein!

Ich wünsche Ihnen allen in dieser Weihnachtszeit ein Leben im Plus !!!

Edgar Zoor, KhPfr.

11.877.370  Besucher seit 09.2009