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„Mögen alle eins sein!“

Ein kleiner Zeitungsartikel in der vergangenen Woche ließ mich schmunzeln, stimmte mich dennoch nachdenklich. Da stand unter der Überschrift: „ Eine Blumeninsel weniger“ (NW. 15.5.19), dass in Höxter, wo man sich auf die Landesgartenschau vorbereitet, 22 Blumeninseln zu sehen sind. Das Kuriosum: die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden hatten ihr je eigenes Beet gleich gestaltet angelegt. Eine Dame, die das sah, meinte, es sei doch sinnvoll, die beiden Blumenbeete zusammen zu legen, „um die Verbundenheit und Gesamtheit der Christen und der christlichen Kirchen zu symbolisieren.“
Liebe Leserinnen und Leser! Eine kleine, unscheinbare, aber auch zum Nachdenken geeignete Zeitungsnotiz. Wir haben in unserem Bemühen, ökumenisch zu denken und zu handeln, gute Fortschritte gemacht.
Der nachfolgende Text (Hermann Josef Coenen „Und dennoch bleibe ich“ Patmos Verlag 1993) sollte uns anregen, weitere Hindernisse auf dem Weg zur Einheit auszuräumen und so dem Wunsch Christi nachkommen, „eins zu sein, wie Er es mit seinem Vater im Himmel ist.“ Beseitigen wir, was uns noch voneinander trennt und respektieren wir die Menschen, die eine andere als unsere Glaubenshaltung einnehmen!

Gott der großen Ökumene
„Wir tun uns schwer, zu begreifen, dass Du kein Insider-Gott bist nur für uns Eingeweihte.

Nicht bloß der lokale Stammesgott damals für eine Gruppe hebräischer Flüchtlinge aus Ägypten.
Nicht bloß der Schirmherr und Interessenvertreter einer kleinen Herde von Getauften und Kirchgängern. 
Nicht bloß der Hausherr des Kirchenstaates und der Vorsitzende der Glaubenskongregation.
Dass Du der Gott aller bist, dass Du  Deine Sonne aufgehen lässt über Gute und Böse, - damit tun wir uns schwer.
Wir Christen meinen, ein Monopol zu haben auf Dich, einen Exklusiv-Vertrag. Wir möchten Dich gern vereinnahmen für uns. Wir können es kaum verstehen, dass Du Dich finden lässt von allen, die ehrlich Dich suchen.
Dass Du dich auch anderen Völkern und Religionen geoffenbart hast, dass Dein Geist weht, wo er will, dass Du die Samenkörner Deines Reiches verstreut hast über die ganze Erde und nicht bloß in unser Gärtchen. Dass Du immer wieder Männer und Frauen weckst als Dein Sprachrohr, als Deine Propheten.
Wir haben uns so abgeschottet und immun gemacht, weil unsere Ohren nicht hören möchten, was uns so fremd ist und quer sitzt. Die Botschaft ist uns unbequem, darum sperren wir uns auch gegen die Boten. So lange schon lesen wir Deine heiligen Schriften und begreifen es immer noch nicht, was Du uns sagen willst durch Deinen Boten Jesus, dass Du der Vater aller bist und wir untereinander Geschwister.“
Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen
Diakon Gottfried Rempe

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